Ostermünchen – „Kaffee und Kultur“ hieß es auf der Einladung, der rund 50 Personen, Schüler, Eltern und Verwandte, Folge leisteten und in die Schulaula kamen. Anlass war die nun fast vierjährige Existenz des Leseclubs, den die Fritz-Schäffer-Schule in Zusammenarbeit mit der Stiftung Lesen und der Katholischen Frauengemeinschaft Ostermünchen im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung seit 2016 anbietet.
Unterstützung für
zahlreiche Leseclubs
„Lesen muss Teil jeder Kindheit und Jugend werden, damit alle die gleichen Chancen haben“: Dafür engagiert sich die Stiftung Lesen mit mehr als 100 Programmen, Aktionen und Forschungsprojekten. Die Stiftung unterstützt dabei im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark, Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Leseclubs in ganz Deutschland.
In diesen werden zigtausende von Kindern regelmäßig erreicht. In Ostermünchen sind es seit 2016 jährlich zwischen 60 und 80 Kinder. Und das Besondere daran: Die Fritz-Schäffer-Schule Ostermünchen ist nach wie vor die einzige Schule im Landkreis Rosenheim, die einen solchen Leseclub mit eigenem Leseclubraum hat.
In diesem wird aber nicht nur gelesen und gespielt, es entsteht auch eine Vielzahl von multimedialen Kreativprodukten. Und diese zeigten Rektorin Margaret Careddu-Bayr und Konrektorin Birgit Decker in der Folge auch auf. „Lesen ist der Schlüssel zu nie erträumten Taten“, meinte Careddu-Bayr und genau das wolle man den Jugendlichen in Ostermünchen bieten.
Dies sei aber nur durch die Mithilfe der Katholischen Frauengemeinschaft (als nötiger externer Partner) machbar gewesen. Dafür dankte sie den Frauen um Christa Stein-Jedlicka.
Michaela Pelz, Koordinatorin des Projekts Leseclub, zeigte dann auf, wie unterschiedlich und vielfältig der Club genutzt wird. „Es wird hier beileibe nicht nur gelesen“, sagte Pelz. Hier werden Geschichten geschrieben, Theater gespielt und Bücher verfasst. Eines der letzten Projekte, der Film „Vampirglück“, wurde dann auf der Leinwand abgespielt.
Dazwischen sorgte die Schülerfirma unter Leitung von Anneliese Aumiller für eine Versorgung mit Kaffee und Kuchen, bevor Gabi Schweiger vom Spielmannszug Beyharting die Besucher in die Welt der alten Ritter führte. „Bereits im Mittelalter gab es schon Spielmannszüge“, sagte Schweiger. Diese wanderten von Ort zu Ort und spielten für Ei und Brot.
Sie zeigte in der Folge ein Projekt der ganz besonderen Art auf: Musik mittels Gießkannen. Die Kinder und Jugendlichen waren begeistert und versuchten sogleich, ohne jegliche Vorübungen, auf den rustikalen Instrument zu spielen. Den meisten gelang es auf Anhieb. „Da ist ja dann für Nachwuchs beim Spielmannszug bestens gesorgt“, meinte Schweiger.
Nach der ansprechenden Präsentation der Arbeiten ging es hinüber in den Leseclub, um diesen noch näher kennenzulernen. Dabei durften die Besucher nach Herzenslust selbst im Leseclub schmökern.