Eisners Mörder kam glimpflich davon

Vor 100 Jahren fand in München ein denkwürdiger Prozess statt: Anton Graf Arco, der Mörder Kurt Eisners, wurde nach nur eintägiger Verhandlung zum Tode verurteilt – und das Urteil in Festungshaft umgewandelt. Ohne eine willfährige Justiz wäre Arco nicht so glimpflich davon gekommen.

VON DIRK WALTER

München – Die Justiz machte kurzen Prozess – aber anders, als das Wortspiel andeutet, zu Gunsten des Angeklagten. In einem nur eintägigen Prozess verurteilte das Volksgericht München am 16. Januar 1920 den Eisner-Mörder Graf Arco, damals 22 Jahre alt, zum Tode. Am 17. Januar wurde d

Montag, 27. Juni 2022
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