„Können wir endlich mal eine Pause machen. Ich habe einen Bärenhunger und außerdem sind die Brotzeitdosen viel zu schwer“, beschwerte sich Waschbär Waldemar. Als wolle der Waschbär seinen Worten Nachdruck verleihen, begann sein Magen laut zu knurren. Waldemar sah ein wenig beschämt aus und murmelte: „Woher kommt denn das Magenknurren?“
Ich schnatterte: „Wenn wir über Stunden nichts essen, zieht sich unser Magen nach einer Zeit zusammen, um letzte Speisereste im Magen zu sammeln und Richtung Darm zu befördern. Dabei gerät die Luft im Magen in Bewegung, wodurch ein Geräusch entsteht, das einem Knurren verdächtig ähnlich kommt.“ Denn in Wirklichkeit ist der Magen nie leer. Er produziert mindestens einen Liter Magensaft am Tag, hinzu kommen rund eineinhalb Liter Speichel und Schleim aus Mund und Rachen. Bei jedem Schluckvorgang gerät zudem etwas Luft in den Magen. Dann fiel mir noch etwas ein: Auf eine ähnliche Weise funktionieren Musikinstrumente wie der Dudelsack. Und übrigens: Je länger man keine Nahrung zu sich nimmt, desto mehr Luft sammelt sich im Magen an und desto lauter werden die dadurch verursachten Geräusche. Waldemar rieb sich den Bauch und brummte: „Na schön, da hört ihr es! Es ist höchste Zeit, meinem Magen etwas zu essen zu geben.“ Das sahen wir ein. Zusammen setzten wir uns auf ein paar Baumstämme am Wegrand und packten die Käsebrote aus.
Eure Paula