Großer Respekt statt Enttäuschung

von Redaktion

Zum Bericht „Folger verpatzt das Comeback“ (Sportseiten):

Von einem „verpatzten“ Comeback und „Enttäuschung“ kann in keiner Weise die Rede sein. Jonas Folger wurde nach über drei Jahren auf einer Moto-GP-Maschine ins kalte Wasser geschmissen. Ohne jegliche Vorbereitung und Testkilometer auf einer Moto-GP-Maschine mit über 300 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von über 350 km/h. Was das für eine physische und mentale Belastung für Folger bedeutet hat, kann man sich gar nicht vorstellen beziehungsweise hoch genug einschätzen.

Hier kann man nur den Hut ziehen und großen Respekt zollen. Einfach eine tolle Leistung, auch wenn er einmal durch einen Sturz ausgeschieden ist und das andere Mal „nur“ Letzter wurde. Ein Ergebnis unter den besten 15 (Punkteränge) konnte man auch nicht erwarten. Zwei bis drei Sekunden langsamer in einer Runde als die Besten, das ist schon eine außergewöhnlich gute Leistung. Dies haben auch alle Experten so bestätigt.

Jonas Folger und Stefan Bradl waren in den vergangenen zehn Jahren die letzten deutschen Motorrad-Rennfahrer, die mit der Weltspitze mithalten konnten (13 Saisons, 163 WM- Rennen, sechs Poles, 24-mal auf dem Podium, davon fünf Siege). Höhepunkt war das Moto-GP-Rennen 2017 auf dem Sachsenring, wo er sich nur knapp (zweiter Platz) dem mehrfachen Weltmeister Marc Maquez in einem mitreißenden Duell bis zum Schluss geschlagen geben musste.

Dem Verfasser des Artikels würde es gut zu Gesicht stehen, bevor er solche unsachlichen Aussagen tätigt, sich vorher bei den Fachleuten über die Leistung von Jonas Folger zu erkundigen und schlauzumachen.

Erwin Bierofka

Buchbach

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