Zu den Berichten über die Zukunft der Kampenwandbahn (Regionalseiten):
Wie sehr Umwelt und Naturschutz im Zusammenhang mit der Kampenwandbahn ein Anliegen sind, kann man jeden Abend beobachten: Zwei Lichterketten markieren den Verlauf der Seilbahnen. Dabei dürfte es sich doch schon herumgesprochen haben, dass unnötige Beleuchtung vermieden werden soll. Denn sie ist eine todbringende Falle für Insekten aller Art und verwirrt Vögel und andere Lebewesen.
Auch viele Menschen würden nachts die Berge gerne so sehen, wie sie von Natur aus sind. Ohne Lichter, die offensichtlich der Reklame für die Bahn dienen sollen. An diesem Beispiel sieht man, dass die Bedenken des Bund Naturschutz gegen die Erweiterung der Bahn berechtigt sind.
Es geht nicht um eine Renovierung, sondern um einen massiven Ausbau, der sich nur lohnt, wenn ein entsprechender Rummel und Massentourismus darum herum aufgebaut wird. Die ist auch der Grund, warum die Betreiber nicht auf die Vorschläge zur Begrenzung der Betriebszeiten und der „Events“ eingegangen sind. In der Region sollen wir uns überlegen, ob wir Massentourismus oder den sanften Tourismus wollen, der nachhaltig unsere Berge nutzt, aber nicht entwertet.
Dr. Christian Sievi
Stephanskirchen