Mehr Fingerspitzengefühl bei den Schiedsrichtern

von Redaktion

Zu den Berichten über das Champions-League-Halbfinale zwischen dem FC Bayern und Paris St. Germain (Sportseiten):

Das Halbfinalspiel in der Champions-League zwischen Bayern München und Paris St. Germain hinterlässt ein ziemliches Gschmäckle. Einmal ist da ein eher unerfahrener Schiedsrichter aus Portugal. Dann gibt es bei Paris drei portugiesische Spieler. Und es gibt eine äußerst fragwürdige Entscheidung während des Spiels. Ein bereits verwarnter portugiesischer Spieler macht ein Handspiel. Der vierte Offizielle, wohlgemerkt ein Portugiese, macht den Schiedsrichter auf ein angebliches vorhergegangenes Handspiel eines Bayern-Spielers aufmerksam, was nicht zu seinen Aufgaben gehört. Der eigentliche Schiedsrichter bedankt sich artig mit erhobenen Daumen für den Hinweis. Er muss ja jetzt, Gott sei Dank, nicht die Gelb-Rote Karte zeigen. Der Sturm der Entrüstung in Portugal blieb ihm erspart.

Es ist natürlich spekulativ zu sagen, dass die Bayern dann weitergekommen wären, aber leichter wäre es gewesen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Schauen wir in die Zukunft: Im Endspiel trifft Paris in Budapest auf Arsenal London, mit einem deutschen Spieler: Kai Havertz. Und der Schiedsrichter? Es ist ein Deutscher. Angenommen, dieser Spieler würde ein Handspiel im eigenen Strafraum begehen und der Schiedsrichter würde es nicht ahnden. Ich mag mir die Kommentare in den französischen Zeitungen nicht ausmalen. Und wieder heißt es: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Vielleicht sollte man von der UEFA mehr Fingerspitzengefühl bei der Einteilung von Schiedsrichtern für entscheidende Spiele erwarten, meine ich.

Heinrich Scheuerer

Stephanskirchen

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