Wirtschaft bleibt skeptisch

von Redaktion

Wirtschaftsforscher Clemens Fuest vom ifo-Institut. © Peter Kneffel

München – Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich überraschend eingetrübt. Im November fiel das Ifo-Geschäftsklima um 0,3 Punkte auf 88,1 Punkte, wie das Münchner Forschungsinstitut mitteilt. Analysten hatten mit einem leichten Anstieg des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers gerechnet. „Die deutsche Wirtschaft zweifelt an einer baldigen Erholung“, kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Ökonomen verweisen auf Unsicherheit, ob die Milliardenausgaben des Staates wirklich in zusätzliche Investitionen für Infrastruktur und Verteidigung fließen. Das von der Bundesregierung aufgelegte Infrastrukturprogramm scheine keine Euphorie mehr zu entfachen, sagte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der Liechtensteiner VP Bank. Zwar habe sich der Ifo-Index im bisherigen Jahresverlauf verbessert, doch der absolute Stand deute darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft nur verhalten wachsen werde. Von Konjunktureuphorie für könne kaum die Rede sein.

Ausschlaggebend für den Rückgang des Ifo-Index war eine schlechtere Einschätzung der künftigen Geschäfte. Insbesondere in den Industriebetrieben bekamen die Erwartungen einen deutlichen Dämpfer.

Immerhin: Die rund 9000 befragten Unternehmen haben die aktuelle Lage etwas positiver eingeschätzt als im Vormonat. auf bei Dienstleistung und Tourismus verbesserte sich die Stimmung.

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