Prien – Es ist eine besondere Ausstellung, die das Museum in Prien als diesjährige Weihnachtsüberraschung zeigt. Zu den Kostbarkeiten der sogenannten Volkskunst zählen die – zumeist religiösen – Spitzenbilder auf Pergament, die im 18. Jahrhundert wohl vor allem in Frauenklöstern gefertigt wurden. Kennzeichnend für diese Andachtsbilder, die oftmals an hohe Standespersonen verschenkt wurden ist, dass sie mit einem Stichel und sehr spitzen Klingen aus dem Pergament geschnitten wurden. Die genauen Techniken sind heute weitgehend vergessen. Mit der Auflösung der Klöster um 1800 und der Möglichkeit, Spitzenbilder mittels Stanzen maschinell herzustellen, verschwand diese außergewöhnliche Kunst.
Die neue Ausstellung, die am Freitag, 28. November, um 19 Uhr im Museum Prien eröffnet wird, ist bis einschließlich 11. Januar zu sehen. Sie präsentiert über 100 noch nie öffentlich gezeigte Stücke dieser kleinen Preziosen aus Privatbesitz. Geöffnet ist das Museum an den Adventswochenenden Freitag, Samstag und Sonntag jeweils 13 bis 18 Uhr, ab 26. Dezember bis 11. Januar täglich, auch am Montag, von 13 bis 17 Uhr. An Heiligabend, 24. Dezember, und am 1. Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember, sowie an Silvester, 31. Dezember, ist das Museum geschlossen, am Neujahrstag, 1. Januar, und an Dreikönig, 6. Januar, geöffnet.