Nachruf

Kolbermoorer Wehr über Jahrzehnte geprägt

von Redaktion

Ehrenkommandant Albert Moser verstorben

Kolbermoor – Die Feuerwehr war sein Leben: In der Nacht auf Montag ist Albert Moser im Alter von 76 Jahren nach längerer Krankheit verstorben. Moser war insgesamt 25 Jahre Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Kolbermoor und schließlich Kreisbrandrat. Zudem war er Ehrenkommandant der Kolbermoorer Wehr.

Albert Moser war ein Kolbermoorer Urgestein: In der Mangfallstadt geboren, erlernte er den Beruf Kaufmann und war zunächst im Lebensmittelhandel tätig. Zum 1. Juli 1965 wechselte er in die Kolbermoorer Stadtverwaltung, war erst im Meldeamt, später in der Liegenschaftsverwaltung beschäftigt.

Seine Leidenschaft jedoch war: die Feuerwehr. Von jungen Jahren an in der Wehr aktiv, wurde Moser 1964 zum Zweiten Kommandanten gewählt. Ein Jahr später übernahm er schließlich im noch jungen Alter von 24 Jahren als Kommandant das Zepter – und behielt es 25 Jahre lang (1965 bis 1990). In dieser Zeit baute Moser die Kolbermoorer Wehr mit großer Intensität aus.

Ein Meilenstein für die Stadt gelang ihm mit dem Neubau des Feuerwehrhauses, das im Mai 1990 eingeweiht wurde. Diesbezüglich kann Bürgermeister Peter Kloo nur unterstreichen: „Er war letztendlich der Hauptarchitekt des Feuerwehrhauses, ohne ihn hätte es nicht diese super Funktionalität.“ Moser habe sich sowohl in der Planungs- wie auch in der Bauphase intensiv eingebracht. „Er war jeden Tag auf der Baustelle, kannte jedes Kabel, jede Steckdose und jedes noch so kleinste Detail.“

Gleichzeitig war Moser auch landkreisweit in Sachen Feuerwehr aktiv: von November 1965 an als Kreisbrandmeister, später als Kreisbrandinspektor (1973) und von 1990 bis 1996 schließlich als Kreisbrandrat. In diesem Zuge wechselte Moser auch 1991 vom Kolbermoorer Rathaus ins Landratsamt, wo er bis zum Beginn seiner Altersteilzeit im Juni 2000 beschäftigt war.

Für sein großes ehrenamtliches Engagement wurde Moser mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht: 1990 erhielt er die Bürgermedaille der Stadt Kolbermoor, 1993 das Steckkreuz des Freistaates Bayern, überreicht vom Regierungspräsidenten. Überdies war Moser auch vom österreichischen Bundesfeuerwehrverband ausgezeichnet worden für sein grenzüberschreitendes Wirken in Zusammenarbeit mit den Kameraden aus Tirol.

1994 wurde Moser zudem zum Ehrenkommandanten und Ehrenmitglied der Feuerwehr Kolbermoor ernannt – und bis zu seiner schweren Erkrankung blieb er der Wehr treu, stand mit Rat und Tat sowie seinem Fachwissen zur Verfügung.

Moser gehörte auch einer Reihe weiterer Vereine in der Mangfallstadt an, darunter dem Trachtenverein „Immergrün“, für den er 1977 auch die Schäfflersaison bestritt; dem Rauchclub, den Veteranen und dem Obst- und Gartenbauverein. Moser hinterlässt seine Ehefrau und eine Tochter.

Sterberosenkranz ist am Dienstag, 19. Dezember, um 17.45 Uhr in der Kirche Heilige Dreifaltigkeit. Dort ist auch am Mittwoch, 20. Dezember, 11 Uhr, Trauergottesdienst; anschließend Urnenbeisetzung auf dem Alten Friedhof in Kolbermoor. rg

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