ALBUM

Jung, schwarz, umwerfend

von Redaktion

Aretha Franklin hat von 1967 bis 72 acht fulminante Alben herausgebracht. Dieses hier ist neben „Lady Soul“ (1968) womöglich das stärkste. Aufgenommen von August 1970 bis Februar 1971, aber erst ein Jahr später veröffentlicht, zeigt es die beste Soulsängerin aller Zeiten im vollen Bewusstsein ihres Talents und als Botschafterin für die Rechte schwarzer Frauen. „Young, gifted and black“ ist als Titel nicht zufällig gewählt, Nina Simones gleichnamigen Song macht Franklin sich als kraftvollen Gospel zu eigen. Genauso wie Paul McCartneys „The long and winding Road“, das nirgendwo besser klingt. „Daydreaming“ und Rocksteady“ aus ihrer eigenen Feder stecken die stilistische Bandbreite ab – von bezauberndem Pop bis zu schwer groovendem Funk. Als Background-Sängerinnen bezirzen die Sweet Inspirations mit Whitney Houstons Mutti Thelma. Die audiophile Pressung im Klappcover macht die Platte vollends zu einem Schmuckstück.

Aretha Franklin:

„Young, gifted and black“
(Atlantic / Analogue Productiuons).


★★★★★ Hervorragend

Artikel 7 von 8