Bei Bruno, Chef de police von Saint-Denis, geht es meist nur am Rande um den Kriminalfall. Viel ausgiebiger widmet sich Autor Martin Walker den Landschaftsbeschreibungen des Périgords und dem französischen Essen. Es wird gekocht, gekostet und genossen. Kurzum: Das „Savoir-vivre“ wird ausgiebig zelebriert. Das ist in Brunos 17. Fall „Déjà-vu“ nicht anders. Fast wie zwischendurch wird aber dann noch ein Grab mit drei Skeletten aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Die Folge sind viel Aktenwälzerei und gefühlt unendliche Befragungen zu Kriegserinnerungen, auch über die Rolle der Amerikaner bei der Résistance. Das ist anfangs interessant, wird aber ebenso schnell ermüdend wie die Überschwemmungen am Ende.AMA
Martin Walker:
„Déjà-vu: Der siebzehnte Fall für Bruno, Chef de police“. Diogenes, 391 Seiten; 26 Euro.
★★★☆☆ Annehmbar