Mühldorf –Das Landratsamt Mühldorf sieht keine aktuelle Bedrohung durch die Schweinepest. Das teilte die Behörde jetzt auf Anfrage mit. „Eine direkte Gefährdung des Landkreises Mühldorf durch die aktuell in Westpolen aufgetretenen Fälle ist nicht zu erwarten.“ Eine Verbreitung über infizierte Speiseabfälle sei zwar grundsätzlich möglich, „wenn auch unwahrscheinlich“. Wie gestern im überregionalen Teil berichtet, ist die Schweinepest von Polen aus bis auf 40 Kilometer an die deutsche Grenze herangerückt.
Trotz der mutmaßlich geringen Bedrohung im Landkreis werden laut Landratsamt die wichtigsten Vorsorgemaßnahmen des Rahmenplanes Afrikanische Schweinepest umgesetzt worden. Dazu zählt vor allem die Reduzierung der Schwarzwildbestände.
Überwachung
wird intensiviert
Außerdem werde bayernweit zur Früherkennung der Schweinepest die Überwachung intensiviert. „Auffällig erlegte oder verendet aufgefundene Wildschweine werden bayernweit untersucht. Jäger erhalten für die Probennahme bei verendet aufgefundenen Wildschweinen eine Aufwandsentschädigung.“
Die Einhaltung der Vorschriften zur Schweinehaltungshygieneverordnung bei Freiland- und Auslaufhaltungen von Hausschweinen werde verstärkt überwacht. Dazu gehöre vor allem die Verhinderung des direkten und indirekten Kontakts zwischen Haus- und Wildschweinen durch entsprechende Einzäunung, Sicherung des Auslaufes und des Futters.
Die Afrikanische Schweinepest ist eine Virusinfektion, die Wild- und Hausschweine befällt. Sie ist anzeigepflichtig und wird staatlicherseits bekämpft. Laut Landratsamt ist sie für den Menschen ungefährlich, gefährdet bei einer Übertragung auf Hausschweine allerdings ganze Mast- und Zuchtbetrieben.hon