Liebe Rosenheimerinnen, liebe Rosenheimer,
die Zeit zwischen den Jahren und um Silvester ist traditionell die Zeit, in der wir zurück und voraus blicken. Zurück auf das was war und voraus auf das, was kommen wird. 2019 war ein gutes Jahr für Rosenheim. Die Weichen sind gestellt, damit auch 2020 für unsere Heimatstadt ein erfolgreiches Jahr werden kann.
Investitionen
in Bildung
Dazu leistet Rosenheims gute wirtschaftliche und steuerliche Leistungskraft einen wesentlichen Beitrag. Auf dieser Grundlage konnte der Stadtrat millionenschwere Zukunftsinvestitionen im schulischen und infrastrukturellen Bereich auf den Weg bringen. Das Karolinengymnasium und die Johann-Rieder-Realschule werden mit einer Investitionssumme von insgesamt über 76 Millionen Euro saniert und erweitert.
Der Neubau des Lehrschwimmbeckens Am Nörreut wird geschätzt 8,4 Millionen Euro kosten. Das Ausstellungszentrum Lokschuppen und unser Kuko wurden für 32 Millionen Euro saniert. Die Neugestaltung des Bahnhofsumfelds mit dem Neubau des Fahrradparkhauses und einem städtebaulich attraktiven Südtiroler Platz schlägt mit insgesamt rund 18 Millionen Euro zu Buche und die Sanierung des Eisstadions mit knapp zwölf Millionen Euro.
Hohe Investitionen
bis zum Jahr 2023
Die Stadt Rosenheim stemmt damit in der mittelfristigen Finanzplanung bis 2023 ein Investitionsvolumen von insgesamt nahe an die 200 Millionen Euro. Das ist ein Paket, wie es in der Geschichte Rosenheims seinesgleichen sucht.
Wir stärken unsere Stadt, damit sie im Dreieck der Ballungsräume München, Salzburg und Innsbruck auch in Zukunft eigenständig bestehen kann. Wir selber haben es in der Hand, Rosenheim als Gemeinwesen zu formen, das auch in 20 oder gar 50 Jahren keinen Vergleich zu scheuen braucht.
Erforderlich dazu sind Mut und Gestaltungswillen und die Fähigkeit, Entscheidungen nicht daran zu messen, welche Auswirkungen sie in zwei oder drei Jahren haben, sondern in größeren Zeiträumen zu denken.
Gerne nutze ich diese Gelegenheit, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns Stadt Rosenheim, den Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat, den Unternehmerinnen und Unternehmern und den vielen engagierten Menschen in unserer Stadt zu danken, die Tag für Tag dafür sorgen, dass Rosenheim eine ganz besondere Stadt bleibt.
Rosenheim, das sind wir alle und wir haben allen Grund, stolz darauf zu sein. Unsere Heimatstadt zeigt auch, zu welcher Gemeinschaftsleistung eine Stadtgesellschaft fähig ist, wenn Verwaltung, Kommunalpolitik und Bürgerschaft an einem Strang ziehen. Doch eines galt bereits bei der Stadterhebung im Jahr 1864 und gilt heute verstärkt: Wer aufhört, besser werden zu wollen, hat – ohne es zunächst zu merken – eigentlich schon aufgehört, gut zu sein.
Auch deshalb ist das neue Gewerbegebiet Brucklach für den Wirtschaftsstandort Rosenheim von zentraler Bedeutung. Denn dieses Gewerbegebiet mit seinen insgesamt 45000 Quadratmeter ist auf Sicht der nächsten zehn Jahre neben dem Bahnhofsareal Nord die einzige echte Perspektive für expandierende Unternehmen.
Dabei geht es nicht nur um die Neuansiedlung oder die Erweiterung von Unternehmen. Dabei geht es immer auch um die Sicherung bestehender und die Schaffung neuer Arbeitsplätze.
Nachverdichtung, Sanierung, Neubau
Bei der Schaffung von Wohnraum hat Rosenheim einen großen Schritt nach vorne gemacht. In einem Mix aus Nachverdichtung, Sanierung und Neubau hat sich der Wohnungsbau zu einem Schwerpunktthema der Stadtpolitik entwickelt und zeigt bereits Erfolge.
Wir haben heuer mit dem Start des Wohnungsbauprojekts an der Lena-Christ-Straße sowie den Planungen für die BayWa-Wiese und für das ehemalige Hubauer-Gelände an der Marienberger Straße große Projekte auf den Weg gebracht. Insgesamt wird in Rosenheim derzeit Baurecht für rund 1200 Wohneinheiten geschaffen, für die in den Jahren 2020/21 Baubeginn sein kann.
Davon entstehen fast 230 Wohneinheiten im geförderten Wohnungsbau für sozial Schwächere.
Die Stadtwerke sind auf ihrem Weg, die Energieversorgung der Stadt auch unter sich ändernden Rahmenbedingungen weiter zu sichern und CO2 einzusparen, neuerlich erfolgreich vorangekommen.
Inzwischen sind 30 Prozent des Wärmebedarfs in Rosenheim durch die Fernwärme gedeckt. Sie wird ohne zusätzlichen Energieaufwand und damit klima- und ressourcenschonend aus dem Abfall erzeugt, der im Müllheizkraftwerk verbraucht und damit endgültig entsorgt wird.
Spitze ist Rosenheim bei der Breitbandinfrastruktur. Dank der Stadtwerke und ihres Kabelnetzbetreibers komro sowie dem konsequent vorangetriebenen Glasfaser-Netzausbau, verfügen nahezu alle Privathaushalte in Rosenheim über einen Internetzugang mit 1 Gbit/s. Unternehmen können sogar Bandbreiten bis 10 Gigabit nutzen.
Das Romed-Klinikum verbindet hochmoderne Medizintechnik und höchste Pflegestandards. An der neuen Romed-Pflegeschule an der Brückenstraße werden die angehenden Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger in großen und modernen Räumlichkeiten ausgebildet. Parallel dazu geht der Neubau des Hauses 2 an der Ellmaierstraße in den Endspurt.
Veränderungen am Romed-Klinikum
Hier werden unter anderem die stationäre Aufnahme, die Besuchercafeteria und die Klinikkapelle untergebracht. Der neue Haupteingang wird zum Parkhaus P9 an der Ellmaierstraße hin ausgerichtet. Die Gesamtfertigstellung ist für die zweite Jahreshälfte 2020 geplant. Liebe Leserinnen und Leser, Sie sehen: Unsere Heimatstadt Rosenheim ist unter dem Motto „Investitionen fortführen, Schulden abbauen, Handlungsspielräume erhalten“ für die Zukunft gut aufgestellt.
Ich wünsche Ihnen, Ihren Familien und Freunden einen fröhlichen Jahreswechsel und für das neue Jahr 2020 viel Glück, Erfolg und vor allem Gesundheit.