Nach dem Verwaltungschaos: Kirchdorf legt Haushalt für 2024 vor

von Redaktion

Gesamtvolumen beträgt rund fünf Millionen Euro – Keine Änderung der Hebesätze bei Grund- und Gewerbesteuer

Kirchdorf – Die Gemeinde Kirchdorf hat in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats die Haushaltssatzung und den Haushaltsplan für das Jahr 2024 besprochen. Zu Beginn bedankte sich der kommissarische Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft, Jürgen Seifert, für das Vertrauen und für die Zusammenarbeit bei den Räten im Rahmen der Haushaltserstellung im Jahr 2023.

Dieser war nach dem Verwaltungschaos nur eine Fortschreibung des Haushalts 2022 und wurde im Dezember 2023 notdürftig beschlossen. Dadurch konnten jedoch die Jahresrechnung und die Erstellung des neuen Haushalts deutlich vereinfacht werden, wodurch es gelungen ist, für das aktuelle Jahr einen Haushalt aufzustellen. Der eigentliche Haushalt wurde von Kämmerin Petra Maier und Cornelia Taubmann, extern eingesetzte kommissarische Kämmerin, vorgestellt.

Das Gesamtvolumen betrage rund fünf Millionen Euro, der Verwaltungshaushalt etwa 3,3 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt belaufe sich auf circa 1,7 Millionen Euro. Die Rücklagen hätten zu Beginn des Haushaltsjahres bei rund drei Millionen Euro gelegen, zum Ende des Haushaltsjahres bei rund 1,9 Millionen Euro.

Somit seien rund 1,1 Millionen Euro entnommen worden, so die beiden Expertinnen. Die Pro-Kopf-Verschuldung zum Ende des Haushaltsjahres liege bei 1580 Euro, insgesamt betrage sie rund 2,1 Millionen Euro. Weiter gebe es keine Änderung bei den Steuer- und Hebesätzen der Grund- und Gewerbesteuer, so Maier und Taubmann.

Mit diesem Haushalt sei der Überblick über die finanzielle Situation wieder gegeben. Jedoch könnte man diesen nochmals ändern, falls sich kurzfristig noch eine Änderung ergeben sollte. Da sich diese Änderungen meistens im Laufe des Jahres wieder ausgleichen, sei es nicht zwingend nötig, diese noch im Haushalt einzuarbeiten, erklärte Taubmann den Räten.

Darüber hinaus plane die Kommune folgende Investitionen: Einrichtungen für die Jugendarbeit und einen Spielplatz für 55000 Euro, eigene Sportanlagen und die Neugestaltung mit Bänken und Überdachung für 10000 Euro, die Erneuerung von Gemeindestraßen, einschließlich des Rathausvorplatzes für 360000 Euro und den Erwerb eines Rasenmähers für den Bauhof sowie ein Notstromaggregat für 35000 Euro. Außerdem würden für Straßenbeleuchtung 35000 Euro anfallen und für die Abwasserbeseitigung in Kirchdorf 50000 Euro. Für das Trägerdarlehen für die Energie-GmbH seien 600000 Euro veranschlagt und für einen Grunderwerb 500000 Euro, so Maier und Taubmann.

Einige Gemeinderäte bemängelten, dass sie die nötigen Unterlagen wieder nicht vollständig zur Verfügung gestellt bekommen hätten, was die Entscheidung erschwere. Außerdem stellten einige Räte die Frage, wie die Gemeinde finanziell denn aufgestellt sei. Hier erklärte Taubmann, dass die Gemeinde Kirchdorf finanziell gut dastehe und man sich keine größeren Sorgen machen müsse, auch, da man über ein solides Rücklagenpolster von über einer Million Euro verfüge.

Zwar würden in den nächsten Jahren einige Investitionen anstehen, bei denen es zu priorisieren gelte, welche davon wirklich getätigt werden sollen. Falls dies geschehe, seien jedoch keine größeren Risiken vorhanden. Jürgen Seifert bestätigte dies, die Kommune habe eine „geordnete Haushaltslage.“

Die beiden Abstimmungen über den Haushalt sowie über den Finanzplan 2023 bis 2027 wurden von den Gemeinderatsmitgliedern einstimmig angenommen. Kst

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