Niedertaufkirchen – Für Niedertaufkirchen reicht ein Stellvertreter für den Bürgermeister. Darüber war sich das neue Gremium in der konstituierenden Gemeinderatssitzung, die in der Mehrzweckhalle stattfand, schnell einig. Brigitte Sedlacek wurde dieser Posten nun anvertraut.
Im Rahmen der Sitzung leistete der neue Bürgermeister Andreas Huber vor dem Gremium den Amtseid. Diesen nahm ihm das älteste Gemeinderatsmitglied Johann Schmid ab. Hubers erste Amtshandlung war es, die neuen Gemeinderatsmitglieder Ole Bonk, Sabrina Holz, Engelbert Noppenberger, Peter Obergrußberger, Stefan Seidl und Gerhard Wimmer zu vereidigen.
Ein Stellvertreter
reicht aus
Bezüglich weiterer Bürgermeister einigte man sich schnell einstimmig darauf, dass ein Stellvertreter reiche, schließlich sei das auch „mit Kosten verbunden“, so der neue Rathauschef. Mit Brigitte Sedlaczek wurde nach Anneliese Schaber erneut eine Frau zur Zweiten Bürgermeisterin gewählt. Alle 13 Berechtigten stimmten für die einzige Vorgeschlagene, Brigitte Sedlaczek, die sich bei den Ratsmitgliedern für das Vertrauen bedankte, bevor sie ihren Eid ablegte.
Der neue Bürgermeister Andreas Huber (30) schlug sich bei seiner ersten Sitzungsleitung souverän. Alle Beschlüsse, wie der Erlass der neuen Geschäftsordnung sowie die lokalen Anpassungen des Gemeindeverfassungsrechts, wurden einstimmig gefasst. Im Großen und Ganzen folgte man den entsprechenden Mustervorschlägen des bayerischen Gemeindetags.
Die Summe, über die der Bürgermeister künftig ohne vorherige Abstimmung im Gemeinderat verfügen darf, wurde auf 10.000 Euro angehoben. Andreas Huber möchte, dass die Sitzungen in Niedertaufkirchen weiterhin ausschließlich in Präsenz stattfinden und nicht hybrid, also dass Verhinderte sich per Videotelefonie zuschalten können: „Wenn jemand verhindert oder krank ist, sagt er mir vorher halt Bescheid“, so Andreas Huber.
Anträge, welche die Gemeinderatsmitglieder in den regelmäßigen Sitzungen behandelt wissen wollen, sollen schriftlich eingereicht werden und nicht per E-Mail: „Ihr könnt mir trotzdem E-Mails schreiben, aber diese Abgrenzung soll Klarheit bringen, was hier im Gremium behandelt werden muss“, so Huber. Auf die Möglichkeit, ein Ordnungsgeld zu verhängen, wurde verzichtet. Bauanträge sollen allesamt im Gemeinderat bekannt gegeben werden. Anstatt Sitzungsgeld erhalten die Gemeinderatsmitglieder weiterhin eine pauschale Aufwandsentschädigung, die auf 30 Euro statt bisher 20 Euro pro Monat angehoben wurde.
Keine Unstimmigkeiten gab bei der Bestellung der Mitglieder in der Gemeinschaftsversammlung der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach und des Rechnungsprüfungsausschusses. Mit Johann Häglsperger und Johann Schmid bestellte der Gemeinderat – neben dem Bürgermeister – zwei erfahrene Mitglieder zu seinen Vertretern in der Verwaltungsgemeinschaft. Die beiden wiederum werden bei Verhinderung von Stefan Seidl und Andreas Spörkl bei den Gemeinschaftsversammlungen vertreten.
Dem Rechnungsprüfungsausschuss gehören künftig Josef Reichl, Bernhard Schierer und Peter Obergrußberger an; den Vorsitz soll der Erstgenannte führen. Ebenso einvernehmlich wurden die Beauftragten für Familie und Soziales sowie die Jugend bestellt. Als neue Beauftragte für Familie und Soziales bestellte der Rat einstimmig Sabrina Holz. „Ich danke Brigitte Sedlaczek für ihren Einsatz. So hat sie auch für dieses Jahr schon das Ferienprogramm maßgeblich organisiert, oder zahlreiche Vorträge in der Kita und für Senioren.“, so Andreas Huber.
Zum Jugendbeauftragten wurde ebenso einstimmig Gerhard Wimmer bestellt, der als langjähriger KLJB-Vorsitzender hier beste Kontakte habe, wie der Bürgermeister erläuterte. Ebenso einstimmig soll der Bürgermeister künftig bei der VG Rohrbach als Eheschließungsbeamter fungieren, sofern ihn die in der kommenden Woche tagende Gemeinschaftsversammlung dazu bestellt. Huber selbst darf künftig Trauungen vollziehen.
Ehrentitel für
Amtsvorgänger Winkler
Eine besondere Ehre wurde gegen Sitzungsende Hubers Amtsvorgänger Sebastian Winkler zuteil, der sich künftig als „Altbürgermeister“ bezeichnen darf. „Seit Juli 2003 bis vergangene Woche hat der Wast sehr viele Dinge angeschoben, von denen die Gemeinde jetzt noch profitiert“, würdigte der neue Bürgermeister dessen Wirken. Winkler freute sich sichtlich über das einstimmige Votum des neuen Gemeinderates: „Ich danke euch dafür und werde das in Ehren tragen. Ich werde in diesem Sinne versuchen, die Gemeinde nach außen hin würdig zu vertreten“, so Sebastian Winkler, der allen das Beste für die Zukunft wünschte.