Neumarkt-St. Veit – Wenn sich der Duft von gebrannten Mandeln mit dem Klang zünftiger Blasmusik vermischt, wenn Kinderaugen beim Anblick der Fahrgeschäfte leuchten, dann ist es wieder so weit: In Neumarkt-St. Veit beginnt mit dem Volksfest die schönste Zeit des Frühjahrs. Von Freitag, 22., bis Sonntag, 31. Mai, verwandelt sich die Stadt in einen Ort voller Geselligkeit, Tradition und ausgelassener Lebensfreude.
Mit einem Standkonzert
beginnen die Festtage
Bereits der Auftakt verspricht echte Volksfeststimmung. Und das fernab der Festwiese. Denn traditionell läutet Musemoaster Sepp Eibelsgruber mit seinen Musikanten bei einem Standkonzert am Hubensteiner Brunnen die Festwoche ein. Anschließend formiert sich der Festzug gemeinsam mit der Neumarkter Stadtkapelle an der Spitze in Richtung Festplatz, wo Bürgermeister Stefan Streck (CSU) dann seine Feuertaufe zu bestehen hat.
Für den neuen Bürgermeister ist es nämlich das erste Mal, dass er auf dem Neumarkt-St. Veiter Volksfest das erste Fass anstechen wird. Wobei: Einmal durfte er bereits sein Geschick vorzeigen. Bei der Feier zur Stadterhebung Ende April überließ ihm sein Vorgänger Erwin Baumgartner bereits den Schlegel. Prompt schaffte es Streck damals, dass nach zwei Schlägen das Bier floss. Und auf dem Volksfest?
Premiere für
den Bürgermeister
Das Festzelt der Festwirtsfamilie Zens wird dabei erneut zum Mittelpunkt des Geschehens. So wie es Anneliese und Josef Zens 2002 begonnen haben, führt Tochter Roswitha das Geschäft erfolgreich fort, unterstützt durch ihre mittlerweile erwachsenen Kinder.
Doch das Volksfest lebt nicht nur von kulinarischen Genüssen, sondern auch vom Ohrenschmaus. Musik begleitet die Besucher durch die gesamte Woche: Von traditioneller Blasmusik über stimmungsvolle Volksfestbands bis zu modernen Klängen für die Jugend reicht das abwechslungsreiche Programm. Bands wie „Guat Drauf“ (23. Mai), die „Bergdachsen“ (28. Mai), „D’Moosner“ (29. Mai) oder die „Schlawinerband“ (31. Mai) sorgen an den Abenden für beste Unterhaltung.
Auch tagsüber erwartet die Besucher ein buntes Programm. Der große Flohmarkt am Pfingstsonntag lockt schon früh (ab 6 Uhr) zahlreiche Besucher in die Innenstadt.
Besonders beliebt sind die traditionellen Kartenspiel-Turniere und Wettbewerbe: Beim großen Schafkopfturnier am Pfingstmontag geht es nicht nur um Ruhm und Ehre, sondern auch um attraktive Geldpreise. Beim Volksfestschießen (27. und 28. Mai) kann jeder sein Können unter Beweis stellen, ehe zum Abschluss die Sieger geehrt werden. Tolle Preise gibt darüber hinaus beim Vereins- und Mannschafts-Wattturnier am 31. Mai zu gewinnen.
Ein Höhepunkt für die kleinen Gäste ist der Kindernachmittag am Mittwoch. Beim bunten Kinderauszug ziehen die jungen Besucher gemeinsam zum Festzelt, wo ein Clown für strahlende Gesichter sorgt. Ermäßigte Preise an den Fahrgeschäften und günstige alkoholfreie Getränke machen diesen Tag zu einem besonderen Erlebnis für Familien. Für echtes Volksfestflair sorgt der Vergnügungspark.
Die große Überraschung im Vergnügungspark erwartet die Besucher gleich am Eingang zum Volksfestplatz. Denn es wird kein Hupferl mehr geben. Stattdessen nimmt das „Kanurah“, ein Jetfighter im mystischen Maya-Design, den freien Platz ein. Aus den Niederlanden kommt der Betreiber in die Rottstadt.
„Ein Kopf-Über-Fahrgeschäft“, erklärt Sabine Dechantsreiter, die im Neumarkter Rathaus für die Organisation des Volksfestes zuständig ist. Nervenkitzel also vorwiegend für die älteren Jugendlichen? Nicht nur, fügt Dechantsreiter gleich hinzu. Tagsüber und am Kindertag wird der Betreiber das Fahrgeschäft wohldosiert auf die Reise schicken, damit auch jüngere Besucher einsteigen dürfen.
In Neumarkt freut man sich außerdem darüber, dass es wieder eine Schiffschaukel geben wird. Daneben findet sich ein altbekannter Mix: Kinderkarussell, Autoscooter, Ballwerfen, Bungee-Trampolin und ein Schießstand. Es gibt einen Süßigkeitenstand, es wird Lángos verkauft und natürlich gibt es auch wieder Steckerlfische. „Bis auf den letzten Zentimeter ist der gesamte Festplatz voll“, freut sich Dechantsreiter über eine bunte Angebotspalette.
Auch eine Schiffschaukel
gibt es diesmal
Auch Gemeinschaft und Zusammenhalt werden in Neumarkt-St. Veit großgeschrieben. Vor allem drinnen im Bierzelt. Ob Tag der guten Nachbarschaft (26. Mai), Tag der Vereine (27. Mai), Tag der Landwirtschaft (28. Mai) oder Tag der Betriebe (29. Mai) – zahlreiche Veranstaltungen bringen Menschen aus der gesamten Region zusammen. Besonders stimmungsvoll wird es am Donnerstagabend zum Motto „Dirndl trifft Lederhose“, wenn Tracht und Tradition das Festzelt prägen.
Zum feierlichen Ausklang am Sonntag, 31. Mai, spielt die „Schlawinerband“ zum letzten Mal auf. Und wenn die Lichter des Vergnügungsparks langsam verblassen, dann endet eine Volksfestwoche voller Begegnungen, Musik und unvergesslicher Momente. Vor allem aber soll sie friedlich bleiben.