Waldkraiburg – Die Pfarrei Maria Schutz in Waldkraiburg feierte kürzlich ihr 50-jähriges Bestehen. Im Jahr 1976 wurde die heutige Kirche am 1. Mai, dem katholischen Hochfest „Maria Schutzfrau Bayerns“, eingeweiht. Anlässlich dazu besuchte der emeritierte Weihbischof der Diözese München-Freising, Dr. Bernhard Haßlberger, nun die Pfarrei. Gemeinsam mit Pater Kirchman und Pater Siegmann, die jeweils die Pfarreien Christkönig und Maria Schutz begleiten, feierte der Bischof die heilige Messe.
Die Eucharistiefeier wurde in der festlich dekorierten Kirche vom Kirchenchor und der Orgel unter Martin Nyqvist imposant begleitet: Es wurde die „Krönungsmesse“ von Mozart aufgeführt. Besonders das „Kyrie“ und „Großer Gott wir loben dich“ am Ende verliehen der Messe unter Anwesenheit des Bischofs eine ehrfürchtige und außerordentliche Stimmung.
Das Evangelium war „Die Hochzeit zu Kana“, eine Stelle aus dem Johannesevangelium, in der Jesus mit seiner Mutter Maria und den Aposteln zu einer Hochzeit eingeladen ist. Als die Muttergottes merkt, dass den Gästen der Wein ausgegangen ist, vollbringt Jesus auf ihre Fürbitte hin sein erstes Wunder und wandelt Wasser zu Wein.
Analog zu diesem „Maria-Schutz“-Motiv predigte der Bischof über die Wichtigkeit des Glaubens jedes Einzelnen. Wenn jeder nur Wasser zu einer Hochzeit mitbringe, gäbe es nichts, mit dem man feiern könne. Bringe aber jeder nur etwas Wein mit, könne man verstehen, warum es für jeden Christen wichtig sei, aktiv zu glauben und in der Welt von Gott zu reden. Der Glaube müsse nach außen hin gelebt werden, damit man als Christ das Reich Gottes verbreite, unter dem Schutz Marias.
Im Anschluss an die Eucharistiefeier nahm Bischof Haßlberger am feierlichen Stehempfang mit den Gläubigen der Pfarrei teil, wo reichlich gegessen werden konnte. Im Hinblick darauf, dass die vor Jahrzehnten lebendigere, jüngere Pfarrei Maria Schutz heute nicht mehr so stark besucht wird, sei es ermutigend, einen langjährigen Bischof in Waldkraiburg zu sehen.mbi