Lara Joy Körner (Foto re., ganz li.) bei der Beisetzung ihres Sohnes Remo (rundes Foto). Foto oben: der Sarg.
Es war sein letzter Weg – und er war begleitet von bunten Botschaften der Liebe. Am Freitagmittag wurde Remo Aimé Pollert (19) beerdigt: der junge Mann, der vor zwei Wochen in der Isar verstorben war. Am Freitagmittag hat der Sohn der Schauspielerin Lara Joy Körner („Traumschiff“) seine letzte Ruhe auf dem Friedhof Bogenhausen gefunden. Hier, nahe der Isar und nicht weit entfernt von der Ludwigsbrücke, an der Remo wohl ertrunken ist.
Bei blauem Himmel und Sonnenschein fand die Trauerfeier im Kreise von Familie und Freunden statt. Den naturbelassenen Holzsarg, der in der Kirche aufgebahrt war, zierte ein Strauß Pfingstrosen in Rosa und Violett. Vor allem aber hatten Familie und Freunde selbst bunte Botschaften auf den Sarg geschrieben – zum Beispiel „Hab dich lieb Remo“, „Mach‘s gut, Bub“ – und ein großes „Freiheit“. Diese Botschaften auf Remos Sarg zeigen, wie liebevoll er von seinem Familien- und Freundeskreis in Erinnerung gehalten wird.
Beigesetzt wurde der junge Mann im Grab seines Stief-Großvaters Werner Kreindl – er war (wie Lara Joy und ihre Mutter Diana Körner) Schauspieler. Auf dem Friedhof oberhalb der Tivolibrücke, auf dem Remo nun begraben liegt, zieren viele prominente Namen die Grabsteine: Hier finden sich unter anderem auch die letzten Ruhestätten von Schauspiel-Legende Helmut Fischer (direkt gegenüber Remos Grab) und Kult-Regisseur Helmut Dietl sowie Alt-OB Hans-Jochen Vogel.
Bereits in den Tagen zuvor hatte der dramatische Tod des jungen Mannes viel Anteilnahme hervorgerufen. Nahe der Ludwigsbrücke hatten Freunde zwei Gedenkstätten errichtet – mit Bildern, Blumen und liebevollen Briefen. Dabei fand sich auch eine gelbe Camel-Zigarettenpackung, versehen mit der Botschaft „Gönn‘ Dir Bro“. Und: Vielfach war hier der Schriftzug „Remo für immer“ zu lesen – genau wie auch am Freitag auf dem Sarg.
Remo war ein beliebter junger Mann – er ging in die elfte Klasse einer Fachoberschule. So waren zu seiner Beerdigung nicht nur Familienmitglieder wie seine Mutter gekommen, sondern auch viele junge Leute.
Der Sohn der Schauspielerin war am Samstag vor zwei Wochen in der Isar gefunden worden. Eine Passantin hatte ihn in der Früh nahe der Ludwigsbrücke an einer Kiesbank entdeckt und Polizei und Feuerwehr alarmiert. Die Retter stellten schnell fest, dass der junge Mann tot war – und dass es sich um Remo Aimé Pollert handelte. Hinweise auf Fremdeinwirkung konnte die Polizei nicht feststellen.
Als wahrscheinlich gilt, dass der Teenager nach einem Club-Besuch die Böschung zur Isar hinabgestürzt war. Wie die „Bunte“ berichtete, wurde bei der Obduktion ein gebrochener Wirbel festgestellt.
Was bleibt, ist tiefe Trauer in Remos Familie, bei seinen Freunden und bei seinen Klassenkameraden. Was aber ebenso bleibt, ist liebevolle Erinnerung – nicht nur in den Botschaften auf dem Sarg.