Auf den Viktualienmarkt soll ein neues Mehrwegsystem dabei helfen, Müll zu vermeiden. © Leonhardt/dpa
Wer eine köstliche Leberkassemmel vom Hirschen am Viktualienmarkt kauft, wird das neue „ReMuc – Ois im Kreis“-System nicht benötigen. Der nimmt das gute Stück auf die Hand und verzehrt sie. Übrig bleibt höchstens ein Senffleck auf Hemd oder Hose. Ganz anders schaut es aus, wenn man einen Behälter braucht für Kaffee, Saft, einen Salat oder etwas anderes zum Gabeln oder Löffeln. Und da setzt das neue Mehrwegkonzept an: „Ois im Kreis“ will Müll vermeiden, indem man Recup-Becher und Bowls nach dem Gebrauch in einem der neun aufgestellten Automaten an fünf Plätzen auf dem Viktualienmarkt zurückgeben kann und das Pfand von einem (Cup) bzw. fünf Euro (Bowl) erhält.
Das Pilotprojekt fußt auf Freiwilligkeit. Bisher sind neun Standl mit dabei, wo man seine Getränke und Speisen im Plastikbecher & Bowl à la Recup erhält: Fritz Mühlenbäckerei, Caspar Plautz, Kaffeerösterei Viktualienmarkt, Münchner Suppenküche, Leo‘s Obstandl, Beim Trübenecker, Chicos Saftbar, Honighäusl und Tretter.
Sabine Kroiß, neue Sprecherin des Markts, begrüßt die Einführung. Alle wollen Müll vermeiden, aber: „Es darf nicht nur beim Pilotprojekt auf dem Viktualienmarkt bleiben. Ich wünsche mir, dass das ,Ois im Kreis‘ größere Kreise zieht.“
Kroiß ist gespannt, ob sich da unter der neuen Stadt-Regierung schnell etwas tut. Das Pilotprojekt ist auf fünf Jahre angelegt und wird regelmäßig ausgewertet. Recup leert die Automaten, spült das zurückgegebene Geschirr und führt es in den Kreislauf zurück. Wo die neun Automaten stehen – gut verteilt, findet Kroiß –, können Sie unter www.recup.de/viktualienmarkt mit vielen weiteren Details verfolgen. Bürgermeisterin Mona Fuchs (Grüne): „Wir müssen unser Müllaufkommen deutlich reduzieren.“MBI