PRESSESTIMMEN
„Emmanuel Macron ist angetreten, um die Rolle des Präsidenten wieder so auszufüllen, wie es dieses Amt seit Charles de Gaulle verlangt – jupiterhaft. Jetzt stellt sich heraus: Macron ist für diese Rolle zu klein, oder das Amt ist seinem Anspruch nach zu groß. Wahrscheinlich ist der durch Volkswahl bestimmte Sonnenkönig einfach nicht mehr zeitgemäß (…) Macron steht vor der schwierigen Aufgabe, das Amt und sich selbst neu zu definieren.“
„Die Sterne haben ihre fünf Lehrjahre im Parlament nicht genutzt, um sich angemessen auf die Regierungsverantwortung vorzubereiten. Jeden Tag präsentieren sie sich als noch unfähiger für die Aufgabe. Das unaufhörliche Schreien in den Parlamentssälen und auf den Plätzen hat ihnen viele Stimmen gebracht. Es hat sie aber nicht dazu gebracht, über die Probleme nachzudenken, denen sie sich eigentlich hätten stellen müssen.“
„Die Geschichten des Kollegen Relotius klangen zu gut, um wahr zu sein. Schreiben jetzt viele Publizisten. Tatsächlich fiel seine Detailfülle ebenso aus wie seine literarische Dichte. Darin liegt genau das Problem: In den vergangenen Jahren verschwand die Grenze zwischen (…) Belletristik – und Journalismus.“