CDU unversöhnlich: „Klima nachhaltig vergiftet“

von Redaktion

Stuttgart – Zwei Tage nach der Landtagswahl gibt sich die CDU in Baden-Württemberg unversöhnlich und stellt hohe Anforderungen an die Grünen für anstehende Gespräche zur Regierungsbildung. Die Stimmung sei kühl, sagte Vize-Regierungschef und Innenminister Thomas Strobl kurz vor einer Sitzung der neuen und alten CDU-Fraktion in Stuttgart. Das politische Klima in Baden-Württemberg sei aus den Reihen der Grünen „nachhaltig vergiftet“ worden. Strobl gilt als Brückenbauer in der grün-schwarzen Koalition von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und als ein CDU-Politiker, der eigentlich besonders gut mit den Grünen kann.

Es sei ganz viel Vertrauen zerschlagen worden, sagte Landesbauministerin und CDU-Vorstandsmitglied Nicole Razavi. Nun sei es an Cem Özdemir, einen Weg zu finden, „von wirklich ganz unten dieses Vertrauen wieder aufzubauen“. Aber das werde mühsam werden. Gefragt, was die Grünen denn tun müssten, um konstruktive Gespräche zu ermöglichen, sagte Razavi: „Nur eine Entschuldigung alleine wird nicht reichen – also zu sagen, okay, jetzt ist die Wahl rum, sorry. Das wird sicherlich nicht die Lösung sein.“ Die CDU wirft den Grünen wegen der Veröffentlichung eines Videos über CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel seit Tagen eine „Schmutzkampagne“ vor.

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