Peking – Wenige Tage nach US-Präsident Donald Trump wurde Kreml-Chef Waldimir Putin gestern zu einem Gipfel mit Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking erwartet. Kurz vor seiner Ankunft pries er in einem Video die „enge strategische Partnerschaft“ zwischen den beiden Ländern – diese spiele „weltweit eine bedeutende, stabilisierende Rolle“. Unter anderem könnte es bei den Gesprächen um den Bau einer Erdgaspipeline von Russland nach China gehen.
Bei dem zweitägigen Besuch soll es laut Kreml darum gehen, die „umfassende Partnerschaft und strategische Zusammenarbeit“ zwischen Moskau und Peking „weiter zu stärken“. In seiner Videobotschaft an die Chinesen sagte Putin, die Beziehungen zwischen Moskau und Peking hätten „ein wahrhaft beispielloses Niveau“ erreicht. „Ohne uns gegen irgendjemanden zu verbünden, streben wir nach Frieden und allgemeinem Wohlstand.“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verbindet mit dem Besuch weitere Hoffnungen. „Wir erwarten jetzt nicht einen grundlegenden Wechsel in den strategischen Beziehungen zwischen Russland und China“, sagte er. Aber er hoffe, „dass Präsident Xi auch auf Präsident Putin einwirkt, diesen Krieg in der Ukraine zu beenden, den er nicht gewinnen kann“.