Die Friedenstaube braucht Rückenwind

von Redaktion

Pfingsten 2026

Obwohl es eigentlich der brausende Wind ist, der in der Bibel für das Pfingstwunder steht, hat sich in der kirchlichen Tradition die Taube als Symbol für das Pfingstgeschehen durchgesetzt. Der Heilige Geist, der die Jünger plötzlich in fremden Sprachen predigen ließ, die sie eigentlich gar nicht beherrschten. Der jetzt aktuell als Friedenstaube hoch im Kurs steht.

Mehr denn je hoffen die Menschen derzeit auf Botschafter des Friedens. So vieles ist durcheinandergewirbelt durch den Kampf der Autokraten, die die Welt neu unter sich aufteilen wollen und in erschreckender Rücksichtslosigkeit das Recht des Stärkeren für sich proklamieren. Die Schwächeren bleiben dabei als Erste auf der Strecke.

Persönlichkeiten, die sich nicht erpressen lassen, die in wirtschaftlicher Unabhängigkeit selbstbewusst für ihren Wertekompass eintreten, müssen den präpotenten Egomanen Einhalt gebieten. Papst Leo XIV. hat den US-Präsidenten Donald Trump jüngst in die Schranken verwiesen. Auch wenn er später aus taktischen Erwägungen versöhnlicher wurde: Das Kirchenoberhaupt hat Flagge gezeigt und so Menschen Mut gemacht, sich nicht einfach vor den Unverschämten, den aggressiven Schreihälsen und vermeintlich Stärkeren wegzuducken.

Wenn die Friedenstaube noch zusätzlich brausenden Rückenwind bekommt von immer mehr Menschen, die ihre Stimme erheben, dann wird es den Rücksichtslosen zumindest deutlich schwerer gemacht. Als Trump versucht hat, den christlichen Glauben für seine politischen Ziele zu missbrauchen und als Legitimation für seine Herrschaftsgelüste zu benutzen, hatte er sich verhoben. Eine Friedensbotschaft, die über Sprachgrenzen hinweg verständlich ist, kann mehr erreichen als bloße Machtpolitik. Pfingstwunder sind auch 2026 willkommen!CLAUDIA.MOELLERS@OVB.NET

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