Paris – Französische Finanzfahnder haben den Amtssitz von Präsident Emmanuel Macron, den Élysée-Palast, durchsucht. Zu dem Einsatz sei es am Donnerstag im Rahmen von Ermittlungen zur Vergabe von Zeremonien für die Aufnahme von Menschen in den Ruhmestempel Pantheon gekommen, teilte die Finanzstaatsanwaltschaft mit. Die Durchsuchung sei vorab mit dem Élysée-Palast abgestimmt worden.
Dem französischen Enthüllungsblatt „Le Canard Enchaîné“ und der Zeitung „Libération“ zufolge wurden die Zeremonien 22 Jahre lang, von 2002 bis 2024, von demselben Unternehmen organisiert. Jede der Feierlichkeiten sei mit rund zwei Millionen Euro in Rechnung gestellt worden. Der Zeitung zufolge wollen die Finanzfahnder herausfinden, ob das Unternehmen staatliche Unterstützung erhalten haben könnte.