Sachrang – Das Besondere am Sachranger Dorfladen: Seit Sachrang und sein Schwesterdorf Schleching vor wenigen Wochen vom Deutschen Alpenverein zu „Bergsteigerdörfern“ ernannt wurden, darf sich jetzt auch der Dorfladen als anerkannter Partnerbetrieb mit dem Logo „Bergsteigerdorf“ schmücken. Dafür waren strenge Kriterien zu erfüllen.
Nun ist Sachrang ja tatsächlich abgeschnitten von der Welt, fast wie zu Zeiten des Müllner Peter. Wie haben Sie sich mit dem Dorfladen darauf eingestellt? Bietet der Dorfladen ein geändertes Angebot?
Der Sachranger Dorfladen bietet auch während der totalen Straßensperrung zwischen den Ortsteilen Stein und Bach ein unverändertes, komplettes Produktangebot und zwar weiterhin mit den regional hergestellten Produkten der Landwirtschaft und des lebensmittelverarbeitenden Gewerbes aus dem Priental und dem benachbarten Österreich. Viele Lieferanten des Dorfladens beliefern den Sachranger Dorfladen in der Zeit der Sperrung eben auf Umwegen. Ein Sachranger Mitbürger holt in diesen zwei Wochen täglich morgens vor 6.15 Uhr mit seinem Privatwagen für die Kunden des Dorfladens frische Semmeln und die aktuellen Tageszeitungen aus Aschau.
Kunden können den Laden nicht erreichen. Kommt jetzt der Laden zu den Kunden? Oder haben Sie Kunden, die „alle Mühen“ auf sich nehmen und trotzdem zum Einkaufen kommen?
Die Bürger aus dem gesamten Sachranger Gebiet, und zwar bis von Stein, einem Ortsteil Sachrangs, kommen während der Straßensperrung ungehindert und wie bisher zum Einkaufen in den Sachranger Dorfladen ebenso wie die Sachranger Zweitwohnungsbesitzer und die Touristen. Ein zusätzlicher Lieferservice des Dorfladens musste nicht eingerichtet werden.
Wie sieht es mit der finanziellen Durststrecke aus? Die Straßensperrung geht sicher „ans Eingemachte“?
Die Geschäftsleitung im Sachranger Dorfladen kann noch nicht mit Sicherheit sagen, ob die Straßensperrung eine Umsatzdelle zur Folge haben oder ob sie im Gegenteil sogar zu Zusatzumsätzen führen wird. Sie sieht diesen besonderen Umständen gut vorbereitet und mit Gelassenheit entgegen.
Interview: Sigrid Knothe