Eggstätt – Mit knapper Mehrheit stimmten die Eggstätter Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung für eine Nutzungsänderung eines bestehenden Gebäudes in Maisham. In bestehende Garagen sollen ein Besprechungsraum und eine Teeküche eingebaut werden.
Wohnen in
Teilen untersagt
Im Vorfeld hatten die Gemeinderäte darüber heftig diskutiert, denn während die einen eine Umnutzung ablehnten, sprachen sich andere gegen einen Leerstand aus. Vor der Diskussion hatte Bauamtsleiter Bernd Ruth den Antrag vorgestellt und erklärt, dass das Gebäude als Nebengebäude für Lagerzwecke und als Garage genehmigt sei. Die vorgebrachten Argumente und Begründungen des Antrags seien „bauplanungsrechtlich irrelevant.“ Auch nach Rücksprache mit dem Landratsamt Rosenheim sei „das Vorhaben, wie im Antrag beschrieben, nicht genehmigungsfähig.“ Und: „Für den Bereich Erdgeschoss und erstes Obergeschoss liegt zudem momentan eine Nutzungsuntersagung für Wohnzwecke und abweichende Nutzungen vor.“ Katharina Weinberger (Grüne) befand es als „schade“, sollte die Nutzungsänderung nicht durchgehen. Schließlich sei der Antragsteller ein langjähriger Gewerbetreibender im Ort. Bene Langl (CSU) äußerte sich ähnlich. Gerhard Eder (ÜWG) widersprach. Der Antragsteller zeige sich „der Gemeinde gegenüber nicht kooperativ.“ Da ehemals Angestellte im Obergeschoss gewohnt hätten, sei die Nutzung für Wohnzwecke untersagt worden. Hans Plank (CSU) sah den Nutzungsantrag skeptisch, gleichwohl sei „ein Leerstand auch nicht okay.“ Bauamtsleiter Ruth erklärte, dass es ein Vorbescheidsantrag sei, das Gremium könne sein Einvernehmen erteilen oder eben auch nicht. Er habe mehrfach mit dem Landratsamt gesprochen, das Vorhaben sei baurechtlich nicht genehmigungsfähig.
Mit sechs zu acht Stimmen fiel die Entscheidung zugunsten des Vorbescheidsantrags aus. Somit wurde dem Antrag auf Vorbescheid zur Nutzungsänderung der Garagen zu Besprechungsräumen mit Teeküche zugestimmt. Die bauplanungsrechtliche Prüfung wird vom Landratsamt Rosenheim durchgeführt. elk