„Es war ein weiter Weg“

von Redaktion

30 Jahre „Residenz Heinz Winkler in Aschau“ – Sternekoch veröffentlicht Biografie

Aschau – Siegfried und Roy, Brook Shields, Loriot, Sir Peter Ustinov und die schwedische Königin Silvia: Das sind nur einige der bekannten Persönlichkeiten, für die Sternekoch Heinz Winkler im Laufe seiner Karriere gekocht hat. Zum 30-jährigen Bestehen seines 5-Sterne-Hotels „Residenz Heinz Winkler in Aschau“ hat der Sternekoch die Biografie „Heinz Winkler, Ich geh‘ dem Glück entgegen“ veröffentlicht.

„Es war ein weiter Weg“, sagt Heinz Winkler im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen und schaut sich nachdenklich in der Lobby um, die mit warmen Farben und rosa Marmorsäulen einen mediterranen Flair ausstrahlt. Winkler wurde 1949 in Brixen, Südtirol, in eine Bergbauernfamilie geboren. „Es war ein ärmliches Leben, manchmal ein Kampf ums Überleben auf unserem Bauernhof“, erinnert sich der Sternekoch.

Chef de Cuisine
mit 24 Jahren

Mit 14 Jahren begann er seine Laufbahn als Koch. Bereits als 24-Jähriger leitete Winkler seine erste eigene Küchenbrigade im Schlosshotel Pontresina, im Oberengadin in der Schweiz. Dort führte Winkler ein strenges Regiment. „Wer mit mir diskutiert hat, war am nächsten Tag entlassen.“ Winkler arbeitete hart und ergriff die Chancen, die sich ihm boten. „Es war mir nie zu viel, ich hatte das Arbeiten in der Kindheit auf dem Bauernhof gelernt.“

Dass Winkler sein Hotel in Aschau 1991 eröffnet hat, war einem Zufall geschuldet. Bereits seit einiger Zeit hatte Winkler einen Makler beauftragt, eine geeignete Immobilie für ein Hotel zu finden. „Er schlug mir ein Gebäude in Aschau vor. Aber ich dachte mir: Was soll ich am Chiemsee?“ Als er mit einer Bekannten auf dem Weg nach Reit im Winkl war, sah er ein Verkehrsschild, das nach Aschau zeigte, und nahm den kleinen Umweg in Kauf.

„Ich kam an, stieg am Kirchplatz aus und war sprachlos“, erzählt Winkler und breitet beim Erzählen seine Arme aus. „Ich wollte immer etwas Altes, ansonsten fehlt die Atmosphäre.“ Die ehemalige Gastwirtschaft, die damals bereits seit drei Jahren leer stand, war für ihn der perfekte Ort.

Auch Aschaus Bürgermeister Simon Frank ist beeindruckt von dem, was sich Winkler in der Gemeinde aufgebaut hat. „Die Residenz von Heinz Winkler ist eine Bereicherung für die Gemeinde und hat eine Leuchtkraft in die Region, sogar in die ganze Welt hinaus“, sagt er.

Aus der ganzen Welt kommen die Schönen und Reichen nach Aschau. Winkler hatte sich in den 80er-Jahren im Münchner Restaurant Tantris eine treue Kundschaft aufgebaut. Er erhielt 1981 seinen dritten Michelin Stern. „Mit 31 Jahren war ich der jüngste Drei-Sterne-Koch und der erste italienische“, erzählt Winkler stolz.

Stars und Sternchen
sind seine Gäste

Und als solcher bekochte er Staatsmänner wie Edmund Stoiber, Wladimir Putin oder die schwedische Königin Silvia. „Da war ich nervös“, erinnert sich Winkler. „Am zweiten Abend bat sie mich, mich zu ihr zu setzen.“ Auf Wunsch der Königin gab es etwas Italienisches zu essen. In Erinnerung bleibt Winkler auch die Begegnung mit dem Hollywoodstar Brook Shields, die im Film „Blaue Lagune“ mitspielte.

2019 kollabierte Ferdinand Piëch, der ehemalige VW-Chef, im Restaurant in Aschau und verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus. „Das war ein Schock“, sagt der Sternekoch. „Piëch war ein großer Mann.“

In seiner Biografie gibt Winkler noch weitere Einblicke in sein Leben. „Ich hätte nie gedacht, dass ich so viel schaffe“, sagt er. Winkler ist, wie der Titel des Buches sagt, dem Glück entgegengegangen. Mit 72 Jahren ist Glück für ihn, es ruhiger werden zu lassen. „Ich möchte genießen, was ich mir erarbeitet habe.“

Biografie

Die Biografie „Heinz Winkler, Ich geh‘ dem Glück entgegen“ ist in der Residenz Heinz Winkler in Aschau erhältlich. Sie kann per Mail an info@residenz-heinz-winkler.de oder per Telefon unter der 08052/17990 für 38 Euro bestellt werden. Gudrun Schall interviewte Winkler und schrieb sein Erlebtes auf.

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