Aschau – Organisator Manfred Stein hat sich im Frasdorfer Spritznhäusl mit einem herzlichen Dankeschön bei allen Helfern der diesjährigen Kampenwandhistoric bedankt. Bei dieser Gelegenheit konnte er auch einen Scheck an Eva-Maria Rehberg vom Würzburger Haus, einem Teil von Kind im Zentrum (KiZ), überreichen.
Dieses Jahr hat im Sommer zum siebten Mal der Große Preis von Bayern unterhalb von Schloss Hohenaschau auf dem 850 Meter langen Parcours stattgefunden. Die Veranstaltung zieht immer größere Kreise und lockt zunehmend Fans aus ganz Europa an. Was im Jahr 2005 mit 50 Solomotorrädern und drei Gespannen begann, hat sich mittlerweile zu einem Großereignis mit 13 Klassen entwickelt, aufgeteilt in 160 Solofahrer und elf Renn-Gespanne. Vintage-Maschinen aus der Vorkriegszeit, Classic Singles, Youngtimer oder 50-Kubikzentimeter-Renner waren beim Großen Preis von Bayern zu bewundern. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann war zum wiederholten Mal Schirmherr.
„Damals musste ich für meine Vision einer Oldtimerveranstaltung für historische Rennmotorräder auf dem Areal unterhalb vom Schloss noch viel Überzeugungsarbeit leisten“, erinnerte sich Stein. Inzwischen erfahre er breite Unterstützung. Der Gemeinderat habe sich einstimmig für die Genehmigung ausgesprochen, und Baron Ludwig von Cramer-Klett habe seine Grundstücke wieder zur Verfügung gestellt. Ein besonderer Dank erging auch an die Anwohner.
Allein die Namen der Teilnehmer der bisherigen Veranstaltungen lesen sich wie das Who is Who der Szene: der zweifache Motorrad-Weltmeister und TT-Sieger Dieter Braun, MZ-Pilot Heinz Rosner, die deutschen Meister Ingo Emmerich, Markus Ober, Stefan Prein, Michael Rudroff, Gerhard Waibel und Ralf Waldmann. Hinzu kommen die beiden Waginger Christian Kellner und Sepp Bader, Herbert Hauf, Thomas Wittig, Stefan Tennstädt, der dreifache Superbike-IDM-Meister Markus Reiterberger aus Obing, der Schweizer Grand-Prix-Pilot Rolf Blatter, der in der 50-Kubikzentimeter-Klasse startete, sowie die Niederländer Jan de Vries und Aalt Toersen.
Stein lobte, dass die Veranstaltung über das ganze Wochenende stets reibungslos abgelaufen sei, was auch, aber ganz besonders, dem bewährten Team zu verdanken sei. Mittlerweile engagieren sich mehr als 40 Helfer für die Gleichmäßigkeitsfahrt, beispielsweise Karl Meier als Streckensprecher oder die Platzanweiser. Noch schöner sei es, so Stein weiter, dass die Helfer nicht nur aus dem Ort oder der Umgebung kämen, sondern „ihr reist bis aus dem Allgäu und aus dem 800 Kilometer entfernten Venlo zu uns an, um zu helfen.“ Dies quittierten die classic-motorradbegeisterten Helfer mit lautem Applaus.
Stein dankte nicht nur ihnen, sondern auch der Gemeinde, vertreten durch Aschaus Zweiten Bürgermeister Michael Andrelang, und insbesondere seiner Familie. Es sei immer eine schöne Veranstaltung, die auch Fans aus nah und fern anziehe.
Seit vielen Jahren sei es ein schöner Brauch, dass die Gespannfahrer Kinder mit Handicap aus dem örtlichen KIZ Chiemgau während der Mittagspause zu einer Fahrt mitnehmen. Dieses Jahr war es bei strahlendem Sonnenschein wieder soweit. Mit strahlenden Augen saßen die Kinder im Gespann und drehten mehrere Runden. „Das sei immer sehr bewegend“, war von allen Anwesenden zu hören.
Für das KIZ sammeln die Gespannbeifahrer währenddessen Spenden. Dieses Jahr kam dabei die rekordverdächtige Summe von 850 Euro zusammen, die die Privatbrauerei Schönram großzügig auf 1.000 Euro aufstockte.
Elisabeth Kirchner