Stephanskirchen – Zu einem Gedenkgottesdienst zum 18. Todestag von „Baldi“ Liedl mit musikalischen Reminiszenzen trafen sich Familie, Freunde, die Sänger des Männergesangvereins (MGV) und ihre Fans in der Kirche St. Stephanus, organisiert von Manfred Panhans, begleitet von Irene Zosel (Violine) und Wolfgang Zeller (Orgel), Sologesang Manfred Panhans.
Im Liedgut wie in einem kurzen Lebensabriss gedachten die Gläubigen des ehemaligen Dirigenten der Chorgemeinschaft Stephanskirchen, Träger der Bürgermedaille, Balthasar Liedl. Er hat mit dem Chor ab der Gründung 1978 bis 2005 die Kirchenbesucher mit künstlerisch-konzertreifer Kirchenmusik sowie modernen, sakralen Kompositionen erfreut. Ein einmaliges Erlebnis für die zahlreichen Besucher schuf er Weihnachten 1978 mit der Erstaufführung einer feierlichen, mit modernen Elementen von James Last versehenen Kempter-Christmette. Sein musikalisches und vorausschauendes Wirken trug mit Erfolg zum kulturellen Leben in der Gemeinde bei und prägte eine vielfältige Musiklandschaft, welche „seine“ Chorgemeinschaft weit über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt machte.
Es gab auch etwas zu feiern: Zwei 80. Geburtstage. Vier Tage trennt die Geburtstagskinder. Der Riedel Klaus ist der ältere, dafür ist der Lackner Franz länger vereinstreu. Der eine war im Internat, der andere besuchte die Lagerschule in Haidholzen. Und beide sind sie etwas geworden. Während Erster Tenor Klaus bei der Bundesmarine anheuerte und die sieben Meere befuhr, daneben in Holland seine Frau Antje freite, leitete Erster Bass Franz erfolgreich ein anerkanntes Unternehmen und traf mit seiner Anita ins Schwarze, zudem er den heimischen Schützenverein auch noch aktiv betreute. Klaus Riedl diente lange Jahre als Zeugwart, Beisitzer, Revisor und Archivar beim MGV, ist immer noch sehr aktiv, vor allem wenn er seine durchdringende „Oberbootsmaatspfeife“ zum Klingen bringt. Da herrscht Hörgeräte-Chaos. Franz Lackner hingegen überlegt als Urbayer, was er sagt, wenn er was sagt. Das hat dann aber Reichweite.re