Oberaudorf – Oberaudorf und Kufstein rücken kulturell enger zusammen: Zu einem grenzüberschreitenden Vernetzungstreffen im Rahmen des Euregio-Programms „People2People“ luden die Gemeinde Oberaudorf und die Stadt Kufstein in die Café-Bar Leichtsinn ein. Dort trafen sich Künstlerinnen und Künstler, Kreative sowie Kunsthandwerker aus der Euregio-Inntal-Region, um einander kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und gemeinsame Perspektiven für künftige Vorhaben auszuloten.
Im Mittelpunkt des Abends stand die Idee, den Austausch über die Grenze hinweg nicht als einmalige Begegnung, sondern als Ausgangspunkt einer dauerhaften Zusammenarbeit zu verstehen. Eingebettet war das Treffen in das Projekt „Nachhaltige Wirkung von dreidimensionaler Kunst“, das sich als verbindende Initiative im gemeinsamen Lebens- und Kulturraum versteht. Langfristig soll daraus ein belastbares Netzwerk zwischen den beiden Kommunen entstehen, das künstlerische Kooperationen erleichtert und neue gemeinsame Projekte hervorbringt.
Rund 30 Teilnehmer folgten der Einladung und nutzten die Gelegenheit, sich und ihre Arbeit vorzustellen. So entstand nicht nur ein Überblick über künstlerische Schwerpunkte, handwerkliche Kompetenzen und individuelle Interessen, sondern auch über jene Schnittstellen, an denen Zusammenarbeit konkret werden kann. In den anschließenden Gesprächen ging es darum, wie grenzüberschreitende Projekte künftig gestaltet und mit Leben gefüllt werden könnten.
Dass solche Treffen mehr bewirken können als bloße Absichtserklärungen, hob auch Klaus Reitberger, Kulturreferent der Stadt Kufstein, hervor. Es sei bereichernd gewesen, dass Kunstschaffende dies- und jenseits der Grenze Gelegenheit hatten, einander besser kennenzulernen. Unabhängig davon, welchen Weg das konkrete Projekt nehmen werde, seien am Rande des Netzwerktreffens bereits Kontakte entstanden, aus denen früher oder später gemeinsame grenzüberschreitende Initiativen erwachsen könnten.
Für Esther Jennings, Geschäftsführerin der Euregio, liegt die Bedeutung der Initiative vor allem darin, Kunst als festen Bestandteil einer lebendigen Gemeinde nachhaltig zu verankern. Genau darin dürfte die Stärke des Treffens gelegen haben: im Versuch, Kunst nicht nur auszustellen, sondern ihr im grenzüberschreitenden Raum eine dauerhafte gemeinsame Basis zu geben.re