Rosenheim – Der Landkreis unterstützt weiterhin die „Schulbezogene Jugendarbeit“ des Kreisjugendrings Rosenheim. Das zunächst zeitlich befristete Projekt wurde nun zur Dauereinrichtung umgewandelt. Das beschloss der Jugendhilfeausschuss.
Ausschlaggebend für die Maßnahme war damals, dass Ganztagesschule auf der einen Seite und Fußballtraining, Musikstunde oder Plattlerprobe auf der anderen Seite zeitlich nicht immer zusammenpassten. Mit dem Projekt lässt sich indes die Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendarbeit kontinuierlich weiterentwickeln. Für die Ehrenamtlichen in den Vereinen und Verbänden ist die Einbindung ihrer Angebote in den schulischen Rahmen eine große Herausforderung. Mit dem Projekt „Schulbezogene Jugendarbeit“ werden die Ehrenamtlichen daher durch eine hauptamtliche Fachkraft begleitet und unterstützt.
Diese Aufgabe hatte Claudia Kreutzer bereits im April 2015 übernommen. Mit ihrer Hilfe gelang es, Angebote der Jugendarbeit fest in den schulischen Alltag zu integrieren beziehungsweise in Form von Projekten zu ergänzen. Als Beispiele nannte sie im Jugendhilfeausschuss unter anderem den Tag der Talente an der Adolf Rasp-Schule in Kolbermoor, an dem die Feuerwehr, Trachtenvereine, Jugendrotkreuz und der örtliche Sportverein mitwirkten, das Schulfest an der Pauline Thoma-Schule in Kolbermoor mit der Jugendfeuerwehr und dem Trachtenverein Immergrün, das Projekt „Was blüht denn da?“ vom Bund Naturschutz an der Mittelschule Wasserburg sowie einen Wandertag der Jugendgruppe des Deutschen Alpenvereins Wasserburg mit einer Klasse des Förderzentrums Wasserburg.
Claudia Kreutzer zufolge bringt das Miteinander einen Mehrwert für alle Beteiligten. So lernten die Kinder und Jugendlichen die örtliche Vereinsvielfalt kennen und könnten eigene Fähigkeiten entdecken und entwickeln. Zudem könnten die Aktionen an den Schulen Basis für weitere Aktivitäten sein.
Die Jugendarbeit von Vereinen, Verbänden und Organisationen ist im Teilplan Kindertagesbetreuung – Schulkindbetreuung als potenzieller Bestandteil der Ganztagesschule vorgesehen. Der Rosenheimer Kreistag hatte dem Papier in seiner Sitzung am 24. Mai zugestimmt (wir berichteten).re