BeiSuchenachKalb:Sennerinverunglückt

von Redaktion

Zahlreiche Einsätze für die Oberaudorfer Bergretter am Wochenende

Oberaudorf – Einsatzreiches Wochenende für die Bergwacht Oberaudorf-Kiefersfelden: Allein am Samstag waren bei zwei Bergunfällen zwölf Bergretter, zwei Einsatzfahrzeuge sowie der Rettungshubschrauber „Heli 3“ im Einsatz. Am Abend zuvor, gerade als die Bergwacht eine Übung nahe ihres Bergwachthauses abhielt, war sie nach ihren Angaben von gestern bereits wegen eines bewusstlosen Fußballspielers alarmiert worden.

Fast zeitgleich gingen am Samstag die Notrufe ein: „Auffahrunfall mit einem verletzten Kind an der Sommerrodelbahn am Hocheck“ und „Sennerin stürzt bei Tiersuche“. Der Unfallort lag hier oberhalb der „Baumerhütte“ bei den Audorfer Almen im oberen Gießenbachtal. Die Retter rückten samt Spezialfahrzeug aus und stießen auf dem Weg zu den Audorfer Almen (Gemeindegebiet Kiefersfelden) auf den Melder des Unfalls, der ihnen den weiteren Weg wies – über steiles Almgelände knapp unterhalb des Trainjoch-Grates. Die Patientin, eine 58-jährige Kiefersfeldenerin, hatte sich eine schwere Fußverletzung zugezogen. Die Sennerin war auf der Suche nach einem seit drei Tagen vermissten Kalb gewesen, dabei gestolpert und gestürzt. Da die Frau unter starken Schmerzen litt, verzichteten die Helfer auf eine „Boden-Rettung“ und alarmierten den Rettungshubschrauber „Heli 3“ aus Kufstein. Dieser nahm an der Oberaudorfer Bergrettungswache einen Mitarbeiter auf, der mit dem Notarzt an der Einsatzstelle abgesetzt wurde. Die inzwischen versorgte Patientin wurde dann per Bergetau vom Hubschrauber aufgenommen und ins Klinikum Rosenheim gebracht. Zu diesem Zeitpunkt war das erste Rettungsteam bereits am Hocheck (sogenannter Kreisel) samt geländegängigem Rettungsfahrzeug angekommen. Ein in der Nähe zum Einsatzgebiet wohnender Bergretter war ebenfalls dorthin dirigiert worden: Ein elfjähriges Urlauberkind hatte sich bei einem Auffahrunfall eine Unterschenkelverletzung zugezogen. Nach der Erstversorgung durch weitere Bergwachtler, die vom Tal aus mit dem All-Terain-Vehicle die Unfallstelle erreicht hatten, wurde das Kind mit dem Landrettungsdienst in eine Klinik gebracht. Fünf Retter waren bereits am Freitag zum benachbarten Fußballplatz geeilt. Ein 55-jähriger Fußballspieler war zusammengebrochen. Mit Unterstützung einer anwesenden Ärztin wurde er stabilisiert und an den Landrettungsdienst zur Weiterbehandlung übergeben.al

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