Batterie explodiert bei Startversuch: Mann in Söchtenau schwer verletzt

von Redaktion

56-Jähriger mit Rettungshubschrauber in Klinik geflogen

Söchtenau – Tragödie in Söchtenau: Am vergangenen Montag gegen 13.30 Uhr versuchte ein 56-jähriger Mann aus dem Landkreis Rosenheim, einen Lader fremdzustarten. Beim Startversuch des Motors explodierte plötzlich die im Arbeitsgerät verbaute Batterie. „Die Säure in der Batterie schoss aus dem Gehäuse und traf den 56-Jährigen an den Händen, am Oberkörper sowie am Kopf“, sagt Hauptkommissar Robert Maurer.

Zeugen alarmierten die Rettungskräfte, kurze Zeit später wurde der Verletzte mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Salzburg geflogen. Lebensgefahr besteht derzeit wohl keine. Allerdings sei ein Teil der Säure auch in seine Augen gelangt. „Man muss jetzt die Untersuchungen der nächsten Tage abwarten“, sagt Maurer.

Bei der Säure könnte es sich einer Expertin zufolge um höherprozentige Schwefelsäure gehandelt haben. „Die ist stark ätzend“, sagt sie auf OVB-Anfrage. Die Folgen seien eine Verätzung der Haut, der Schleimhaut und – wenn auch die Augen betroffen sind – eine permanente Hornhautschädigung am Auge.

Die Expertin rät Betroffenen dazu, nach Kontakt mit einer Säure unverzüglich den Notruf zu wählen. Im Anschluss sollten betroffene Hautstellen mit Wasser abgespült werden. „Auch die Augen müssen ausgiebig gespült werden. Die Augenlider sollten dabei wirklich auseinandergezogen werden“, erklärt sie. Das sollte in der Regel rund zehn Minuten lang gemacht werden. Mit Fällen dieser Art hat die Expertin immer wieder zu tun.

Ob sich der 56-jährige Mann aus dem Landkreis Rosenheim vollständig von seinen Verletzungen erholt, bleibt abzuwarten. Fremdverschulden ist nach derzeitigem Stand der Polizei auszuschließen. Die Beamten haben die Ermittlungen zur Ursache des Säureaustritts aufgenommen. Anna Heise

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