Ferienprogramm des Stadtjugendrings:

Manege frei am Happingerausee

von Redaktion

„Manege frei“ heißt es in dieser Woche auf dem Jugendfreizeitgelände am Happingerausee. Rund 100 Buben und Mädchen im Alter von acht bis zwölf Jahren nehmen an dem unterhaltsamen Ferienprogramm teil, bei dem der Stadtjugendring mit professionellen Artisten, Künstlern und Klinikclowns zusammenarbeitet.

Rosenheim – Seit über 30 Jahren gibt es in Rosenheim ein Ferienprogramm. Wünsche und Anforderungen änderten sich mit den Jahren. Die Bandbreite an Angeboten wuchs. In diesem Jahr starteten die Sommerferien in der ersten Woche mit der Spielstadt „Mini-Ro“, aktuell steht die Zirkuswoche auf dem Programm, danach tourt das Spielmobil „Mokija“durch die Stadtteile und zum Abschluss gibt es „Mini-Ro“ noch einmal in kleinerem Rahmen auf dem Aktivspielplatz „Hüttenstadt“. Speziell für die Jugend bietet der Stadtjugendring heuer Ausflüge und Aktionen unter dem Motto „Sommergaudi“ an.

„Wir wollen eine große Bandbreite an Aktionen bieten, um möglichst viele Kinder und Jugendliche damit zu erreichen“, erklärt Markus Bundil vom Stadtjugendring das Konzept. Ferienprogramme seien heutzutage wichtiger denn je: „Immer mehr Mütter arbeiten und es finden sich in vielen Familien immer weniger Verwandte, die während dieser Zeit die Kinder betreuen können.“ Außerdem sei auch bei vielen Familien nicht das nötige Geld für Urlaub im Ausland vorhanden: „Auch wer daheim bleibt, soll Spaß in den Ferien haben.“

Als zusätzlichen Service für berufstätige Eltern bietet der Stadtjugendring neben den Kernzeiten von 10 bis 16 Uhr heuer eine Frühbetreuung ab 7.30 Uhr und eine Abendbetreuung bis 18 Uhr an.

Inklusion wird auch diesmal wieder groß geschrieben. Sowohl bei „Mini-Ro“ in der vergangenen Woche als auch jetzt bei der Zirkuswoche sind rund zehn Kinder und Jugendliche mit Handicap mittendrin in der bunten, unterhaltsamen Ferienwelt. „Natürlich bedeutet dieses Angebot für uns mehr Aufwand, doch dieser Aufwand lohnt sich, wenn man sieht, mit welcher Freude auch diese Buben und Mädchen mit dabei sind“, so Bundil. Das Miteinander klappe bestens: „Letztendlich profitieren davon alle Kinder“.

Möglich ist die Durchführung des Ferienprogramms nur durch die tatkräftige Hilfe von zahlreichen ehrenamtlichen Betreuern. „Ihr Job schaut locker aus, aber dahinter steckt enorme Disziplin“, weiß Bundil aus Erfahrung. Damit auch die meist jugendlichen Betreuer die Zeit am Happingerausee in bester Erinnerung behalten, dürfen sie an den Abenden auch mal auf dem Jugendfreizeitgelände bleiben und bei Lagerfeuer und Musik entspannen.

Die Zirkuswoche findet alle zwei Jahre statt und erfreut sich bei den Kindern immer größter Beliebtheit. „Zirkus ist halt einfach toll“, meint beispielsweise der elfjährige Anton, der bereits zum zweiten Mal begeistert mitmacht. „Vor zwei Jahren habe ich jongliert. Diesmal werde ich ein Clown“, erzählt der Rosenheimer Bub.

Die Zirkusgruppe „Circus Company Perplex“ hat viel Erfahrung mit derartigen Projekten. Das Ferienprogramm am Happingerausee finden die freischaffenden Artisten und Künstler aber besonders schön. „Oft trainieren wir mit Kindern in Turnhallen. Das ist auch gut, aber die Atmosphäre hier in der freien Natur, nah am See, ist halt einfach etwas ganz besonderes“, schwärmt Zirkusdirektor Stefan Waldner. Wichtig ist ihm, dass der Spaß stets an oberster Stelle steht: „Hier geht es mal nicht um Leistung. Alle Kinder sollen eine schöne Zeit verleben und am Schluss mit einem Erfolgserlebnis nach Hause gehen.“. Um dieses Ziel zu erreichen, sei vor allem Einfühlungsvermögen und Humor gefragt.

Abschluss und Höhepunkt der Zirkuswoche ist am kommenden Samstag, 14 Uhr, die öffentliche Zirkusvorstellung im Zirkuszelt auf dem Jugendfreizeitgelände. Da dürfen die jungen Talente dann zeigen, was sie in der Zirkuswoche alles gelernt haben.

Weitere Informationen zum Ferienprogramm gibt es im Internet unter www.stadtjugendring.de.

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