Der Streit spitzt sich zu

von Redaktion

Die Zuständigkeit für die 3. Liga liegt bei den Ländern – das führt zu immer neuen Problemen

München – In der 3. Liga des DFB geht der Kampf zwischen Befürwortern und Gegnern einer Fortsetzung weiter. Sowohl DFB-Präsident Fritz Keller als auch sein Vize Rainer Koch plädieren für einen Neustart. Wer die Saison jetzt abbrechen wolle, so Koch im BR, der müsse „eigentlich zugleich auch fordern, dass er frühestens im September oder Oktober wieder spielen kann. Das ist doch ein Ding der Unmöglichkeit.“ 1860-Geschäftsführer Günther Gorenzel macht sich für einen Neustart stark: „Sollten die Behörden und die Politik erlauben, dass wir unseren Beruf ausüben dürfen, dann wäre ich überrascht, wenn das DFB-Präsidium nicht zeitnah eine Entscheidung pro Fortsetzung treffen würde.“

Anders als bei den Bundesligen liegt die Entscheidung in der 3. Liga bei den Ländern. Thüringen und Sachsen-Anhalt haben bis Ende Mai den Wettkampfbetrieb untersagt. Die abstiegsbedrohten Klubs aus Magdeburg und Halle berufen sich auf diese Verfügung. Waldhof Mannheim, hat wegen der „Ungleichbehandlung“ in den Bundesländern Antrag auf Abbruch beim DFB gestellt. Verbands-Vize Peter Frymuth, zuständig für die 3. Liga, rügte die Abbruchsbefürworter gestern Abend, stellte die Frage, ob es darum gehe, „etwas nicht umsetzen zu können, oder eher darum, es nicht zu wollen“.

Die Vereine seien „der Liga verpflichtet, am angebotenen Spielbetrieb teilzunehmen“. Am heutigen Freitag tagt der DFB-Spielausschuss, kommende Woche soll das Präsidium offiziell entscheiden. Zudem ist für heute eine Videokonferenz mit den Geschäftsführern, Sportchefs und Hygienebeauftragten der Klubs angesetzt. „Die Testungen bei den Vereinen könnten gegebenenfalls bereits am 11. oder 12. Mai beginnen“, so Frymuth, „nach der zweiten Testung wenige Tage später könnte dann wieder das Mannschaftstraining starten“.

Heißt konkret: Frühestens ab dem 23. Mai könnte wieder gespielt werden – sofern die Behörden auch grünes Licht geben.  lk

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