Dortmund – Borussia Dortmund hat sich ins Viertelfinale des DFB-Pokals gezittert und den Achtelfinal-Fluch mit großer Mühe vertrieben. Nach zuvor drei Knockouts im Kreis der letzten 16 Teams gelang dem Revierclub mit dem hart erkämpften 3:2 (2:2, 2:0) nach Verlängerung über den wackeren Zweitligisten SC Paderborn der Sprung in die nächste Pokal-Runde. Damit wahrte der BVB die wohl letzte Chance auf einen nationalen Titel, doch die Vorstellung gegen den kessen Außenseiter war alles andere als titelreif.
Erling Haaland bescherte dem BVB im leeren Dortmunder Stadion mit seinem Tor in der 95. Minute das Weiterkommen und wendete damit eine weitere Enttäuschung der in der Meisterschaft abgeschlagenen Schwarz-Gelben in dieser Saison ab. Vorausgegangen war ein fast fünfminütiges Video-Studium, ob der Norweger zuvor im Abseits stand.
Dabei hätte sich der BVB ein derart nervenaufreibendes Spiel nach frühen Toren von Emre Can (6. Minute) und Jadon Sancho (16.) ersparen können. Doch Julian Justvan (79.) und das späte Elfmeter-Tor des ehemaligen 1860-Leihstürmers Prince Owusu (90.+7) brachten die Ostwestfalen zurück ins Spiel. Anders als noch beim Pokal-Coup gegen das klassenhöhere Team von Union Berlin (3:2) Ende Dezember wurden die Paderborner für ihren Mut diesmal aber nicht belohnt.
„Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben richtig gute Chancen kreiert und schnell zwei Chancen gemacht“, fasste BVB-Profi Thomas Delaney das Geschehen auf dem Platz zusammen: „Danach ist es ein Pokalspiel geworden, bei dem alles passieren konnte.“
Paderborn-Coach Steffen Baumgart schimpfte dagegen auf Schiedsrichter Tobias Stieler, der Haalands Siegtreffer aus abseitsverdächtiger Position gegeben hatte. „Das ist eine absolute Frechheit – und das habe ich Herrn Stieler auch gesagt. Langsam wird’s lächerlich. Das ärgert mich für die Jungs und die tolle Leistung, die sie heute gebracht haben.“ dpa