Der frühere Fußball-Nationalspieler Mesut Özil hat ein erfolgreiches Debüt für den türkischen Spitzenklub Fenerbahce gefeiert. Joker Özil half nach seiner Einwechslung in gewohnter Rolle als Regisseur mit, den glücklichen 2:1 (1:0)-Erfolg bei Aufsteiger Hatayspor zu sichern. Fener festigte damit vor dem Stadtderby gegen den „ewigen“ Rivalen Galatasaray am Samstag (17.00 Uhr) die Tabellenführung in der Süper Lig. Mame Thiam (26.) brachte das Team aus Istanbul in Führung, Özil klatschte höflich Applaus. In der Schlussphase wurde er für den Torschützen eingewechselt (77.). In seinem ersten Pflichtspiel seit elf Monaten leitete Özil das 0:2 ein, Jean-Claude Billong (88.) traf ins eigene Tor. Aaron Boupendza (90.) konnte für Hatayspor nur noch verkürzen.
Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 muss am Samstag (15.30 Uhr/Sky) gegen Union Berlin vermutlich noch ohne seinen neuen Stürmer Robert Glatzel auskommen. Gemäß der Einreisebeschränkungen nach Deutschland muss sich der Zugang vom englischen Zweitligisten Cardiff City erst in fünftägige Isolation begeben, ehe er ins Training einsteigen kann. Die Rheinhessen hatten den gebürtigen Münchner am Montag für ein halbes Jahr vom walisischen Klub ausgeliehen. Aufgrund der gefährlichen Mutation des Coronavirus sind die Einreisebedingungen für Menschen aus Großbritannien derzeit besonders streng. „Roberts bisherige Testergebnisse sind negativ ausgefallen“, teilte eine Sprecherin der Mainzer mit.
Aufsichtsrat Jens Lehmann hat bei Hertha BSC einen besseren Teamgeist und mehr Wertschätzung für Geldgeber Lars Windhorst angemahnt. Die Zukunft von Trainer-Rückkehrer Pal Dardai sieht der ehemalige Nationaltorwart vor allem bei der zuletzt so schwachen Mannschaft der Berliner. Windhorsts Rolle bei der Entwicklung des Hauptstadt-Clubs sieht Lehmann, der für den Geldgeber im Hertha-Aufsichtsrat sitzt, nicht ausreichend gewürdigt: „Bei Hertha kommt es ein bisschen darauf an, auch einen Teamgeist zu entwickeln, dass alle wissen, es gibt einen Investor, der alle hat gut schlafen lassen, und dem muss man auch ein bisschen Dankbarkeit entgegenbringen.“
Trainer André Villas-Boas hat dem französischen Erstligisten von Olympique Marseille seinen Rücktritt angeboten. Die Führung des Clubs habe noch nicht geantwortet, sagte der Portugiese, wie die Sportzeitung „L’Équipe“ am Dienstag berichtete. Villas-Boas machte deutlich, er sei mit der angekündigten Ankunft von Olivier Ntcham von Celtic Glasgow nicht einverstanden: „Das ist ein Spieler, zu dem ich Nein gesagt habe.“ Er habe von dem Transfer aus den Medien erfahren, kritisierte er. Villas-Boas war 2019 zu OM gekommen.