Bad Tölz – Nur einen Punkt ergatterten die Tölzer Löwen gegen die Top-Teams am Wochenende. Beim 3:4 n.V. bei Spitzenreiter Weiden und dem 4:5 zu Hause gegen Höchstadt wurde ein lang anhaltendes Defizit des Oberliga-Siebten deutlich: Tölz schaffte es wieder einmal nicht, über die volle Distanz konsequent zu verteidigen. „Statt einfaches Eishockey zu spielen, probieren wir alles schön zu lösen“, moniert Trainer Ryan Foster. „Das geht nun schon seit Wochen so.“
Vorne erweisen sich die Löwen zwar als sehr effizient – gerade die Tölzer Paradereihe glänzt, seit Nick Huard von einer Verletzung zurück ist. Aber dreckige Tore vermeiden, das gelingt den Löwen nicht immer. Schon gegen Weiden am Freitag verloren sie ihre etwas überraschende Führung und kassierten drei Tore in zwei Minuten. Retteten sich aber immerhin noch mit dem Ausgleich in die Verlängerung. Doch gegen Höchstadt gingen sie nach einer 4:1-Führung komplett leer aus, weil sie kein Mittel gegen die einfachen Tore des Gegners fanden: Ein Schuss vor das Tor, ein Schläger reingehalten und drin. „Das ist auch eine mentale Sache“, glaubt Foster. „Wir brechen nach einem Gegentor immer komplett zusammen, statt weiter einfach zu spielen.“ NICK SCHEDER