Bela, Ciao!

von Redaktion

ZDF-Legende Réthy gibt heute seinen Abschied als Reporter – lässt sich aber ein Hintertürchen offen

München – An seinem 66. Geburtstag nimmt Béla Réthy am Mittwoch beim WM-Halbfinale zwischen Frankreich und Marokko Abschied als TV-Kommentator für das ZDF. Im Al-Bayt-Stadion hofft die Reporter-Legende auf ein ganz normales Spiel, Gedanken an den bevorstehenden Ruhestand „mache ich mir nicht, die Vorbereitung läuft wie immer“. Drei WM-Endspiele (2002, 2010, 2018) und drei EM-Finals (1996/2004/2012) durfte er in seiner Laufbahn kommentieren.

Réthys Familie stammt aus Ungarn, nach dem Volksaufstand 1956 kam es zur Flucht. Réthy wuchs in Sao Paulo auf, ehe seine Familie aus Brasilien nach Deutschland übersiedelte. Er war damals Zwölf. Seine Vielsprachigkeit (deutsch, englisch, ungarisch, portugiesisch, französisch und spanisch) hat sein Reporterleben vereinfacht.

Die Entwicklung in den letzten Jahren bedauert er: „Der unmittelbare Zugang ist verloren gegangen.“ Berater und Pressesprecher werden häufig zu unüberwindlichen Hürden beim Streben, den direkten Kontakt zu Trainern und Spielern aufrechtzuerhalten. Aber das wird in Zukunft nicht mehr sein Problem sein. Réthy lässt erstmal alles auf sich zukommen. Die Tür für eine Rückkehr als Medienmann lässt er zumindest einen Spalt offen.

Artikel 1 von 11