HEINRICH HEUTE
In Sachen Kuriositäten ist die Fußball-WM in Katar ein voller Erfolg. Sehr hübsch ist zum Beispiel die Neuerung, dass die Spielbälle Strom brauchen. Denn im WM-Ball der Firma mit den drei Streifen steckt ein Chip, der meldet, ob er im Aus gelandet ist, oder ob mit ihm ein Abseitstor erzielt wurde. Und so kann man beobachten, dass die Katar-Kugeln massenhaft an der Steckdose hängen, wie verwunschene Smartphones. Wenn das Sepp Herberger geahnt hätte, hätte er sich in App Herberger umbenannt und gesagt: „Der Ball ist rund und braucht Strom.“ Weitere neue Weisheit: „Das Runde mit dem Akku muss ins Eckige.“ Die Batterie hält sechs Stunden durch. So lange lässt nicht einmal die FIFA nachspielen. Bitter für die DFB-Spieler: Man hat ihnen gesagt, dass sie nicht so fest schießen dürfen, weil der Ball sonst kaputt geht. Die Ergebnisse sind erschütternd.