„Gefährliche Situation“ für Wagner in Augsburg

von Redaktion

Trost spenden dem Coach seine Kinder

Es will nicht so klappen, wie es soll: Trainer Sandro Wagner droht das Aus in Augsburg. © Sampics

München – Sandro Wagner machte aus seinem Herzen keine Mördergrube. „Das haut einem schon den Schalter raus“, sagte der Trainer des FC Augsburg nach dem 2:3 (2:2) beim VfB Stuttgart. Trost fand der „traurige und enttäuschte“ Wagner in sehr persönlichen Worten seiner Liebsten: „Was mir geholfen hat, ist eine Nachricht von meiner Familie. Dass die Kinder trotzdem stolz sind auf den Papa, auch wenn er ein Spiel verloren hat“, ließ er bei DAZN wissen.

Nun hat Wagner mit dem FC Augsburg aber schon das vierte Pflicht- und das dritte Bundesligaspiel in Serie verloren, nur die um einen Treffer bessere Tordifferenz trennt beide noch vom Relegationsplatz – und womöglich personellen Konsequenzen. Der ebenfalls unter Druck stehende Sportdirektor Benjamin Weber wurde deutlich. „Die Tabelle lügt nicht“, sagte er, „wir sind in einer gefährlichen Situation. Wir müssen Lösungen finden – gemeinsam mit dem Trainerteam.“

Gegen den müde wirkenden VfB, der sein siebtes Spiel in nur 23 Tagen bestritt, machte sich der FCA „das Leben selbst schwer“, analysierte Weber. Nach drei torlosen Partien gelangen sogar zwei Treffer, Fabian Rieder (8.) und Han-Noah Massengo (26.) erzielten das 1:0 sowie das 2:1. Und doch reichte es nicht zum Sieg oder zumindest zu einem Punkt – unter anderem, weil Samuel Essende vor dem 2:3 durch Doppeltorschütze Deniz Undav (39./80.) den möglichen Siegtreffer vergab (77.).

„Am Ende fehlt dann das Quäntchen Glück“, klagte Torschütze Rieder, der zugleich tapfer betonte, das Spiel sei erneut ein „Schritt in die richtige Richtung“ gewesen. Das sah Wagner ähnlich. „Wir haben eine wirklich gute Leistung gezeigt, das macht uns Mut“, betonte er, stellte aber fest: „Aktuell haben wir das Momentum einfach nicht auf unserer Seite. Im Moment geht es, aus welchen Gründen auch immer, gegen uns.“SID

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