Alter Bekannter: Ex-EHCler Andi Eder (r.). © IMAGO/Eibner
München – Das Thema ist ein bisschen heikel, denn: „Gegen die anderen, die kleineren Teams müssen wir genauso bereit sein“, sagt Yasin Ehliz. Doch verhehlen will es der Stürmer des EHC Red Bull München nicht: Es gibt Begegnungen in der DEL, die über den anderen stehen. „Spiele, die man spielen will“, so Ehliz. Eines steht am Freitag (19.30 Uhr) an: München beim Meister Eisbären Berlin. Ein Gegner, der dem EHC ähnelt: Viele Nationalspieler, hohes Budget, große Halle. Wie auch Mannheim und Köln.
Das erste Heimspiel gegen die Eisbären hatte München im Oktober gewonnen, 3:2. Anfangs dominierten die Berliner, doch sie brachen ein. „Uns ist bewusst, dass der Gegner nicht ganz gesund war“, sagte Münchens Trainer Oliver David. Die Verletztenmisere der Eisbären war beispiellos, es erwischte auch Spieler, die gerade als Ersatz für einen Langzeitverletzten verpflichtet worden waren. „Unglückliche Fälle. So etwas kommt vielleicht alle 15 Jahre vor“, so Andi Eder. Mittlerweile bekommt Berlin wieder vier Sturmreihen zusammen.
Für Andi Eder ist es ein besonderes Spiel. Red Bull war lange seine Homebase. Dass er seit dieser Saison in Berlin spielt, hat eine hohe Symbolik, die Eisbären waren der Club seines jüngeren Bruders Tobi, der Anfang 2025 an Krebs starb. Wie Berlins Geschäftsführer Thomas Bothstede verriet, bot während Tobis Erkrankung Münchens Sportchef Christian Winkler an, Andi an die Eisbären auszuleihen. Auch wenn es damals nicht dazu kam – die Einschätzung: „Groß.“GÜK