Hainer macht Eberl Druck

von Redaktion

München – Immerhin: Einen echten Sparzwang gibt es (noch) nicht. „Natürlich ist der FC Bayern nach wie vor in der Lage, große Summen zu investieren“, sagte Herbert Hainer der „Sport Bild“ – und das ist für Max Eberl ja mit Blick auf die anstehende Transferperiode eine gute Nachricht. Gelingt es dem Sportvorstand in den kommenden Monaten, geeignete Männer für Offensive und Defensive zu finden, ist der Verein gewillt, auch tief in die Tasche zu greifen. Im Moment allerdings: noch viel Hypothetisches. Und genau deshalb steht Eberl ein Jahr vor Vertragsende auch genau unter Beobachtung.

Bei der kommenden Aufsichtsratssitzung im August soll die Personalie auf den Tisch kommen, die die Geister rund um den FC Bayern scheidet. Eberl, seit zwei Jahren im Amt, hat Pluspunkte wie die Verpflichtungen von Luis Diaz und Vincent Kompany gesammelt, dazu fallen ein Dutzend Debütanten vom FC Bayern Campus in seine Amtszeit. Aber seine Art der Arbeit (intern im Club, extern mit Beratern) kommt nicht bei allen hohen Herren an der Säbener Straße gut an. Gemessen, das verriet Hainer jetzt, werde die Arbeit „in ihrer Gesamtheit. Zusammenstellung des Kaders, Entwicklung der Talente am Campus, die Zusammenarbeit mit dem Trainer, dem Staff, den Physios und den Ärzten etc. All das wird man sich ansehen, zusammen analysieren und dann entscheiden.“ Mal vorsichtig formuliert: Rückendeckung klingt anders.

Zumal Hainer hinzufügt: „Das Transferfenster ist bei jedem Verein eine wichtige Phase, dazu gehören Zugänge und natürlich auch Abgänge.“ Bereits verabschiedet wurden Leon Goretzka, Raphael Guerreiro und Nicolas Jackson, und klar ist, dass der Kader nicht nur Top-Transfers bedarf, sondern vor allem Breite. Für diese Aufgaben hat Eberl nun offiziell Druck von ganz oben.HLR, PK, VT

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