Kompany (li.) schätzt Saibari. © Pro Shots/IMAGO
Ismael Saibari erzielte zuletzt einen Doppelpack für die marokkanische Nationalmannschaft. Für Eindhoven erzielte er 19 Tore in 37 Saisonspielen. © Muhammed/Imago
München – Am 28. Januar besiegte der FC Bayern PSV Eindhoven zum Abschluss der Ligaphase der Champions League mit 2:1. Ein Spiel in den Niederlanden, an das sich wohl nur noch wenige Münchner Fans erinnern können. Doch bei Trainer Vincent Kompany hat ein Profi des Gegners bleibenden Eindruck hinterlassen: Ismael Saibari.
Es hakt noch an der Ablöse
Auf die Frage, ob der 25-Jährige schon bereit für einen Spitzenclub sei, antwortete Kompany damals: „Er ist definitiv auf dem richtigen Weg.“ Und der führt offenbar nach München.
Saibari und der FC Bayern sollen sich grundsätzlich über einen Fünfjahresvertrag einig sein. Noch hakt es an der Ablöse: Dem Vernehmen nach fordere PSV Eindhoven rund 60 Millionen Euro.
In 37 Saisonspielen erzielte der 25-Jährige 19 Tore für Eindhoven, eines davon gegen den FC Bayern. Im Duell mit dem Rekordmeister ließ er sich immer sehr weit fallen, war aber dennoch torgefährlich. Hinzu kommt sein toller Abschluss. Auffällig: Unter PSV-Trainer Peter Bosz hat Saibari eine Rolle, die stark an jene von Stürmer Harry Kane beim FC Bayern erinnert.
„Er hat Power und kann Chancen kreieren. Zudem hat er Torgefahr. Er hat auch viel für seine Mannschaft verteidigt“, schwärmte Kompany vom Offensiv-Star, der wie der Bayern-Trainer Anderlecht-Vergangenheit hat. „Er ist Belgier, aber auch Marokkaner.“
Bei Eindhoven wechselte Saibari im Spiel stets zwischen Zehner- und Neuner-Position. Damit könnte der marokkanische Nationalspieler, der im WM-Testspiel am Dienstag gegen Madagaskar (4:0) einen Doppelpack erzielte, nicht nur Jamal Musiala Konkurrenz machen, sondern auch Kane im Sturmzentrum mal ersetzen.
Interessant: Eigentlich war der FCB auf der Suche nach einem Back-up für Flügel-Dauerbrenner Luis Diaz. Doch auf Linksaußen könnten künftig Alphonso Davies, Serge Gnabry, Musiala und Maycon Cardozo aushelfen.
P. KESSLER, M. BONKE