„Mein Glaube gibt mir Kraft“

von Redaktion

Ex-Olympionike Lars Riedel hat sich noch mal taufen lassen

Angekommen: Lars Riedel und seine beiden Töchter Emma (li.) und Paula bei der „Pferd International.“ © Foto: Privat

Als der Diskus-Olympiasieger und fünffache Weltmeister Lars Riedel (58) verletzungsbedingt 2005 eine Reha in Bad Wiessee antreten musste, ahnte er noch nicht, dass damit ein neuer Lebensabschnitt für ihn beginnen würde. Hier lernte er seine heutige Ehefrau und Mutter seiner beiden Töchter, Physiotherapeutin Katja Gruber, kennen und lieben. 2008 beendete der Ex-Leichtathlet und Goldmedaillengewinner (1996 in Atlanta) gesundheitsbedingt seine sportliche Karriere. Heute hat der gebürtige Sachse mit seiner Familie am oberbayerischen Tegernsee eine neue Heimat gefunden und ist in den Bereichen Coaching, Business und Fitness tätig. In einem Gespräch mit unserer Zeitung verriet er, was ihn antreibt: „Ich bin zu DDR-Zeiten noch mit dem christlichen Glauben aufgewachsen. Vor vier Jahren bin ich dann noch einen Schritt weiter gegangen – weil meine Cousine mit einem Prediger verheiratet ist – hab ich noch mal die Erwachsenentaufe mitgemacht. Seit der Zeit lese ich jeden Tag die Bibel. Ich bin generell ein sehr dankbarer Mensch und bin seit ein paar Jahren auch nicht nur gläubig, sondern ich glaube wirklich. Für mich ist Jesus Christus derjenige, der uns retten kann. Sonst niemand. Ich wusste auch schon immer, woher ich meine Kraft habe. Natürlich habe ich trainiert, aber wie sich alles gefügt hat – die glücklichen Zufälle, welche Menschen ich getroffen habe und wie sich Dinge entwickelt haben – da weiß ich: Das ist alles geführt. Ich habe auch festgestellt, dass ich mit meiner Einstellung Leute inspiriere. Ich sage auch immer: ,Ich hab meine fünf Titel nicht ohne Sinn gewonnen, bin nicht ohne Grund Olympiasieger geworden. Sondern der Herr hat sich dabei was anderes gedacht. Ich sehe mich in der Verantwortung, christliche Werte zu vertreten.“

Mit seinen beiden Töchtern Emma und Paula hat er jetzt Dressurreiten entdeckt – als Zuschauer. „Eine komplett andere Welt. Ich selber kann nicht reiten, möchte das den Pferden auch nicht zumuten. Meine beiden Mädels sind aber beide sehr motiviert.“ANKE SIEKER

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