Neustart mit alten Namen

von Redaktion

Volkswagen bringt den vollelektrischen Kleinwagen als ID.Polo

Es war längst überfällig: VW kehrt bei den Elektroautos zu den Traditionsnamen zurück. Den Anfang macht der ID.Polo, Golf, Passat und andere sollen folgen. Auch der Polo GTI wird elektrisch wiederbelebt.

Die größte Überraschung im Batterie-Polo: der Kofferraum. Der ist vor allem – wenn man den Boden aufklappt – tief. Zwei Getränkekisten passen rein, und darüber bleibt der Platz, den ein normaler Kleinwagen- Kofferraum bietet. Motor und Leistungselektronik sitzen an der Vorderachse. Zwischen den Hinterrädern gibt es keinen Tank. Das Ergebnis: viel nutzbarer Raum – rund 100 Liter mehr.

Viel Platz auch innen. 4,05 Meter ist der ID.Polo lang. Man muss sehr groß oder sehr rücksichtslos sein, wenn man die Sitze im vollen Auto ganz nach hinten schiebt. Nur dann wird’s hinten eng. Bei der Bedienung setzt sich fort, was VW schon im ID.3 Neo vorgelegt hat: Knöpfe, Schalter und Regler, die den Namen verdienen. Mit möglichen Sonderausstattungen, vor allem Assistenzsystemen, ragt der E-Polo deutlich übers Klassensegment hinaus. Der Connected Travel Assist hilft, Rotlichtsünden zu vermeiden. Massagefunktion für die Vordersitze und ein sehr gut auf den Innenraum abgestimmtes Harman-Kardon- Soundsystem sind im Angebot.

Der Basismotor mit 116 PS bietet reichlich Schubkraft. Er und eine mit 135 PS stärkere Variation paaren sich jeweils mit einer 37-kWh-Batterie. In Verbindung mit der Ausstattungslinie Trend startet der Preis bei 24.995 Euro. Zur Top-Motorisierung mit 211 PS gesellt sich ein 52-kWh-Nickel-Mangan-Kobalt- Stromspeicher. Das erhöht den Aktionsradius von 315 bis 329 Kilometer auf bis zu 454 Kilometer. In weniger als 20 Minuten lassen sich beide von 10 auf 80 Prozent bringen. Gibt’s in der Linie Life ab 33.795 Euro und in der Top-Linie Style ab 36.995 Euro.

Und es gibt ein noch heißeres Eisen: 50 Jahre nach dem ersten GTI kommt ein ID.Polo GTI, dessen Design Elemente des Urahns aufgreift. Noch einmal 15 PS mehr als beim stärksten Normal- ID.Polo machen‘s nicht aus, dafür ein Sportfahrwerk, eine Art elektronisches Sperrdifferential und ein GTI-Knopf im Lenkrad, der alles auf maximale Dynamik stellt. Das alles können sportliche Fahrer auf kurvigen Strecken ausspielen. Auf der Autobahn prescht der GTI kurz davon, kann aber den Otto-Normal-Polo nicht gegen seinen Willen abhängen. Alle sind bei Tempo 175 abgeregelt. MARTIN PREM

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