Für Leberkässemmel Gehweg zuparken

von Redaktion

Antrag aus der Bürgerversammlung im Gemeinderat – Parkverbot nicht möglich

Aschau – Oft kommt es vor, dass Lkw-Fahrer an der Hauptstraße gegenüber des Don-Bosco-Marktes halb auf dem Gehweg parken, um sich schnell eine Brotzeit zu besorgen. Dabei blockieren sie das Trottoir und die halbe Fahrbahn ist auch noch versperrt. Das ärgert Hans Asanger und das sagte er auch in der Bürgerversammlung (wir berichteten). Der Gemeinderat beschäftigte sich nun mit seinem Antrag, eine Halte- und Parkverbotsschild an diesem Gehweg aufzustellen.

Da es sich um eine Staatsstraße handelt, wäre das Straßenbauamt in Rosenheim oder das Landratsamt Mühldorf für das Parkverbot zuständig. Das Landratsamt habe erklärt, dass die verkehrsrechtliche Anordnung eines absoluten Halteverbotes (Parkverbot) sehr schwierig durchzusetzen sei: Hier gab es noch keine Unfälle. „Das Parken auf einem Geh- und Radweg ist ohnehin verboten“, sagte Bürgermeister Alois Salzeder.

Die Lkw-Fahrer, die dort kurz für eine Leberkässemmel halten, behindern die Fußgänger oder Eltern mit Kinderwagen, hieß es weiter.

Günther Manz fragte nach, wie es an dieser Stelle mit einer Querungshilfe für Fußgänger aussieht. Salzeder erklärte, dazu bräuchte man ein Stückerl Grund, das der Anwohner nicht hergeben möchte. Ein Ingenieurbüro habe sich schon damit beschäftigt.

Daniela Reingruber erkundigte sich nach der Möglichkeit, eine Ampelanlage aufzustellen. Der anwesende Verkehrspolizist Josef Streck sagte, dazu bräuchte es mindestens 50 Überquerungen der Straße. „Die bringt man net zam.“

„Wir könnten doch zum Testen mal eine mobile Ampel aufstellen und die Querungen erfassen“, so Reingruber. Stefan Kirchbuchner von der Verwaltung erklärte, das Landratsamt habe die vorübergehende Ampelanlage seitens der Anordnungsstelle bereits abgelehnt.

„Nur eine Verkehrsinsel wäre möglich an dieser Stelle. Aber wenn ihr keinen Grund kriegt, seh ich schwarz“, so Streck.

„Was können wir wegen der Lkw-Fahrer unternehmen? An ihnen vorbei müssen die Mütter mit ihren Kinderwagen jonglieren“, so Bärbel Bischoff. Streck empfahl, die Parkrüpel mitsamt Kennzeichen zu fotografieren und dies der Polizei zu mailen. Anhand des Fotos könne man die Fahrer verwarnen, was in der Regel Wirkung zeige.

Daniela Reingruber dachte laut darüber nach, ob man den Gehweg nicht etwa hinter eine Baumreihe verlegen könnte. „Schauen wir, dass wir einen zwei Meter breiten Streifen kriegen und zur Straße hin Bäume pflanzen. Denn diese Situation ist gefährlich für die Kinder.“

Hans Baumgartner betonte, dass der Gehweg durch das Drauffahren kaputtgemacht werde. „Könnten wir nicht eine Leitplanke hinmachen?“ Auch dies müsse laut Streck das Straßenbauamt klären. „Wir fragen nach“, sagte der Bürgermeister. Streck schlug noch vor, Pfosten und eine Kette anzubringen. „Probiert das mal aus.“

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