Aschau – Die Gemeinde hat an zwei Stellen Lkw-Parkplätze in Aschau-Werk geschaffen. In der Bürgerversammlung hatte Unternehmer Manfred Nutz darum gebeten, den Lkw-Fahrern Toiletten und eine Waschgelegenheit bereitzustellen. Der Gemeinderat setzte sich in der jüngsten Sitzung damit auseinander.
Vor der Pforte der Nitro Chemie und der Bayern-Chemie gibt es bereits einen Dusch- und Toilettencontainer. Das Unternehmen würde auch einer Mitbenutzung zustimmen. Die Firma ESD würde die Reinigung übernehmen. Ein Hinweisschild, dass man sich den Schlüssel an der Pforte abholen kann, könnte am Parkstreifen angebracht werden. Kosten für Container dieser Art liegen bei 14833 Euro – ohne Fundamente und Kanalanschluss, informierte Bürgermeister Alois Salzeder. Um so einen Container zu mieten, müsste die Gemeinde jährlich etwa 8000 Euro berappen.
Alternativ könnte man etwa in der Otto-Hahn-Straße einen Dixi Dusch-/WC-Container mieten. „Von Dixi gibt es ungefähr 20 verschiedene Modelle. Das wäre eines der besseren Ausstattung mit Spiegel, Waschbecken und Heizung – damit die Leitungen im Winter nicht einfrieren“, erklärte Stefan Kirchbuchner von der Verwaltung.
Der monatliche Mietpreis liegt bei 269 Euro, dazu kommen diverse Nebenkosten wie etwa der beheizte Trinkwasserschlauch, die Endreinigung der Anlage und Desinfektion der Leitungen. Für Anschluss, Wasser, Strom und Abwasser muss die Gemeinde sorgen.
Für die Firmen sei so etwa eine Aufwertung des Gewerbegebietes, sagte Salzeder.
Bärbel Bischoff sagte, es gebe Dixi-Klos, die funktionieren mit Münzeinwurf und ohne Schlüssel. Sie bezweifelte, dass es ein einfaches Dixi-Klo tut.
Günther Manz sagte, die Fernfahrer brauchen eine Toilette und eine Möglichkeit zur „Katzenwäsche“. Die Exkremente im Gebüsch seien ein Ärgernis.
Thomas Wintersteiger sagte, man sollte mit den Firmen zusammenarbeiten, er strebe eine große Lösung an. Der Container bei der Bayern Chemie sei als Vorbild super.
Hans Baumgartner wies daraufhin, dass viele Fahrer nur eine Nacht dort bleiben. Auch am Bisquolm-Gelände stehen die Laster. „Die Fahrer gehen dann nicht runter nach Aschau-Werk und lassen ihr Fahrzeug alleine.“ Er schug vor, dort Dixi-Klos und verschließbare Mülltonnen aufzustellen. Sonst bliebe der Brotzeitmüll überall liegen. Mehrsprachige Schilder an diversen Punkten sollten darauf hinweisen, dass es den Dusch-Container bei der Bayern Chemie gebe.
Der Bürgermeister sagte, er werde mit der Firma Bisquolm sprechen. „Wenn die nächstes Jahr bauen, sollten wir da eine gemeinsame Lösung finden und im Zuge des Neubaus umsetzen.“ Bis dahin stelle man zwei Dixi-Klos und Mülleimer auf. Dem stimmten alle zu.kla