Waldkraiburg – Um die Voraussetzungen für den Bau eines neuen Tierheims zu schaffen, will die Stadt eine fast 26000 Quadratmeter große Fläche am Innkanal bei Innthal im Flächennutzungsplan in ein „Sondergebiet Tierheim“ umwandeln. Bislang war sie als „Fläche für Landwirtschaft“ ausgewiesen. Mit großer Mehrheit hat der Stadtrat entschieden, in das Änderungsverfahren zu gehen. Die Planungskosten, geschätzt 10000 Euro, trägt die Stadt.
Brunnhuber lehnt Standort weiter ab
Gegen die Änderung des Flächennutzungsplans stimmten die beiden Stadträte Done Brunnhuber aus Pürten und Franz Belkot aus Ebing. In den Ortsteilen im Inntal, vor allem in Pürten, gibt es unverändert Kritik am Standort. Auch er sehe zwar dringenden Handlungsbedarf in Sachen Tierheim-Neubau, so Brunnhuber. „Ich bin aber gegen den Bau an dieser Stelle.“ Er sei für das Wohl der Tiere, gab der Stadtrat zu Protokoll, „auch für das Wohl der Wildtiere“. Deren Wohl werde auf Dauer durch ein Tierheim an diesem Standort beeinträchtigt.
Dagegen stärkte Eva Köhr dem Tierschutzverein den Rücken. Dieser habe so lange um ein Grundstück für ein neues Tierheim gerungen. „Sie haben es verdient, dass es weitergeht. Wenn nicht dort, wo dann?“
Susanne Engelmann versteht zwar die Bedenken, für die Tiere sei das neue Tierheim aber „eine perfekte Geschichte“. Es werde höchste Zeit, setzte sie hinzu und sprach der Verwaltung den Dank aus, dass diese beim Bauleitplanverfahren angeschoben habe.hg