Guttenburg – Seinen 80. Geburtstag feierte Willi Mittermeier mit seiner in den 54 Ehejahren immer größer werdenden Familie im Gasthaus Löw. Der als „Heistinger Willi“ bekannte Frauendorfer ist ein Urgestein und lebt seit seiner Geburt am 9. Dezember 1938 in seinem Elternhaus.
Dort wuchs er als viertes von fünf Kindern auf und besuchte die Volksschule in Guttenburg. Anschließend erlernte er den damals seltenen Beruf eines Elektromotorenwicklers in der Firma Asenbeck in Mühldorf. Seit der erfolgreichen Gesellenprüfung gab es viele Meilensteine und Stationen in seinem Arbeitsleben. So wurde ihm anschließend eine Stelle in Landsberg am Lech vermittelt, nach eineinhalb Jahren kehrte er wieder nach Frauendorf zurück und verabschiedete sich von seinem Beruf. Fast neun Jahre arbeitete er in der Buchdruckerei Geiger in Mühldorf im Zeitungsdruck. Die Heftklammernfabrik Beck in Waldkraiburg und die Knopffabrik Lode waren weitere Stationen. Nachdem er im Bauhof in Kraiburg zwei Jahre arbeitete, wechselte er zur Spezialtürenfabrik Schörghuber nach Ampfing und blieb dort über 14 Jahre bis zu seinem Renteneintritt im Jahr 2002.
Im Februar 1964 war er mit Franziska Derzmann aus Seeor an den Traualtar getreten. Fünf Töchter und zwei Söhne entstammen dem Eheglück, neun Enkel und ein Urenkel sind der ganze Stolz des Opas. Bis zur Übergabe an Sohn Martin wurde die Landwirtschaft im Nebenerwerb bewirtschaftet. Langweilig wird es dem Willi aber nie, im Haus und am Hof gibt es immer etwas zum werkeln, auch das Lesen der Tageszeitung braucht seine Zeit, ebenso das Kreuzworträtseln.
„Im Sommer bin ich jeden Tag mit dem Radl unterwegs, im Winter gibt es dafür Spaziergänge“ meint er nur auf seinen Tagesablauf angesprochen. Auch der monatliche Rentnerstammtisch gehört zu seinen Aktivitäten. Den Gratulanten angeschlossen haben sich auch Anneliese Schuster als Dritte Bürgermeisterin der Marktgemeinde und Pfarrer Michael Seifert für die Pfarrei.fim